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Handbuch der Oryktognosie : zum Gebrauche bei seinen Vorlesungen und zum Selbstunterricht : mit besonderer Berücksichtigung der oryktognostischen Verhältnisse des Grossherzugthums Baden / entworfen von Fr. August Walchner
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109
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Hyalith. Edler Opal, l'eueropal. 109

Kieselerdehydrat, öfters durch Eisenoxydhydratgefärbt, und mit Beimengung von Thonerde undKalkerde.

Gibt beim Erhitzen Wasser aus , und verhältsich im Uehrigen zu den Flüssen wie Kieselerde.Eisengehalt ertlieilt den Gläsern eine grüne Farbe.

Es werden folgende Abänderungen unter-schieden :

a) Hyalith ( Glasopal ).

Farbelos, hin und wieder gelblich-, graulich- oder röth-licliweiss , durchsichtig bis durchscheinend. Klein nieren-förmig , traubig , getropft und hin und wieder als rinden-artiger Ueberzug. .Mit glatter Oberllache. Zuweilen irisirend.Sp. Gew. sehr reiner Stücke 2 . 17 . Bruch tiefmuschlig. DerWassergehalt 2.5 (Ihringcr) , nach 55~ vi.ciixer bis 6.33(Frankfurter), nach Buchoi.z. Kommt in Stücken von grosserSchönheit am Kaiserstuhle im Breisgau vor , am Winkel-berg bei Ihringenj selten am Liit/.elberge und an der Lim-burg bei Sasbach. Er sitzt in farbelosen, klaren Tropfenauf Bitterkalk, welcher einen traubigen Ueber/.ug auf Do-lerit bildet. Weitere Fundorte sind die Gegend um Frank-furt a. 51., 55 arisch in Böhmen, Schemnitz in Ungarn, dieInsel Graciosa u. s. w.

b) Edler Opal.

Gewöhnlich milchweiss , ins blass 55'eingelbe , seltenerins Rüthliche , sich neigend ; zuweilen auch gelblichweiss.Spielt mit lebhaften blauen , grünen , gelben und rotlienFarben. Starker Glasglanz. Gewöhnlich halbdurchsichtig.Sp. Gew. 2.0 bis 2 . 1 . Derb , eingesprengt und in Trüm-mern. Der 5Yassergehalt eines ungarischen, nach Klaproth,10 . Der Hauptfundort des edlen Opals ist die Gegenddes Dorfes Czerwenitza in Ungarn, woselbst er das Trachyt-gestein in schmalen Trümmern durchzieht. In neuerer Zeithat man ihn auch in schönen Stücken in den 5Iandelsteinender Färöer Inseln gefunden und in Mexico.

c) Feueropal.

\ Hyazinthroth, ins Honig- und 55 r eingelbe. Starker Glas-| glai.z. Durchsichtig. 55 urde durch vox Humboi.bt undI Sokxeschmid zuerst im Trachvte von Zimapan in 5Iexico; gefunden. Später hat man ihn auch im 51andelsteine derI Faiüer Inseln entdeckt. Der mexicanische enthält , nach