29G
GRUPPE 10. -ELEKTRICITÄT.
3.369. Elektrisir - Maschine, nach Holtz’schem Princip, mitBcheiben aus Ebonit.
Dr. L. Bleekrocle, Haag, Holland .
Diese Maschine ist construirt, um Elektricität nach dem Induetions-Princip zuerzeugen, welches von Holtz zuerst angewandt wurde. Die Construction ist sehrvereinfacht, das einzige Material ist vulcanisirter Kautschuk. Von dem Ausstellersind zwei Arten ausgeführt. Die einfache Maschine, mit einer festen und einerrotirendeu Scheibe und die doppelte Maschine; letztere besteht aus einer festen,mit Papier in gewöhnlicher Weise auf beiden Seiten bekleideten Scheibe, einemdoppelten System Conductoren, und zwei rohrenden Scheiben. Die Construction derMaschine ist nicht complicirter als die der einfachen, jedoch giebt dieselbe genaudoppelt so viel Elektricität als die einfache Maschine.
Die Vorzüge einer nach diesen Principien gebauten Maschine, die sich auf mehrals zweijährige Erfahrung gründen, lassen sich kurz, wie folgt, angeben :
1. Die Hartkautschuk-Maschinen, nach dem Princip des Ausstellers erbaut, mitScheiben von guter Qualität, (welche sorgfältig ausgewählt werden müssen, aber leichtzu erhalten sind) sind wenigstens eben so kräftig in Wirkung, wie die Maschinen mitGlasscheiben, übertreffen letztere jedoch durch ihren geringeren Preis, grössere Halt-barkeit, und dadurch dass sie weniger von der Beschaffenheit der Luft abhängig sind.Dieser letzte Punkt ist sowohl in England, als auch in Holland von Wichtigkeit, weilGlas-lnductionsmaschinen wegen der Feuchtigkeit der Luft dort häufig unwirksamsind.
3. Trotz ihrer einfachen Construction, sind dieselben kräftige und brauchbareMaschinen.
3. Von einem theoretischen Standpunkte aus beobachtet, bieten diese Maschinen,gegenüber den Glasseheiben-Maschinen manche interessante Eigenschaften, unddies hat zu der Ansicht geführt, dass dieselben auch in der Weise der Erzeugungder Elektricität von den Glas-Maschinen abweichen. Eine Experimental-Unter-suchung dieser Maschinen, welche die Eigentümlichkeiten derselben erörtert, istin Poggendorffs ‘Annalen ’ veröffentlicht. 1875. No. 10, Seite 378, 379.
1570. Grosse Elektrisir-Maschine mit doppelten Ebonitplat-ten und Winter’schem King ; dieselbe gehörte früher Lord Lindsay.
1571. Di-Elektrisir-Maschine. Carre, Paris .
1572. Holtz’s Maschine mit vier Scheiben. Ruhmkorff, Paris .
1573. Neue Form von Holtz’s Maschine.
Franqois Pizzorno, Bologna , Italien .
1574. Feste Scheibe für eine Holtz'sehe Maschine.
Augustus liighi, Prof, der Physik zu Bologna .
Der grösste mögliche Potential-Unterschied zwischen den Conductoren einerHoltz’schen Maschine, hängt von dem Unterschiede der Potentiale der Papier -Oberflächen ab, welche sich an der festen Scheibe befinden. Dieser letztere Unter-schied ist jedoch durch die Entladungen, welche fortwährend an der festen Scheibestattfinden, begrenzt. Aussteller hat lothrecht auf der festen Scheibe eine Ebonit-Platte befestigt, wodurch die Scheibe in zwei Theile getbeilt wird, und die Entla-dungen müssen den zwei Seiten der Platte folgen. Die Potentiale der Papier -Oberflächen sind vergrössert, und die Funken zwischen den Leitern werden länger.
Diese Maschine besitzt vier Seihen von Spitzen, die zwei Spitzenreihen der Con-ductoren und die zwei Seihen zur schrägen Verbindung.
1575. Alte Elektrisir - Maschine, mit Glas-Cylindern, vondenen einer mit Siegellack überzogen ist, um positive und negativeElektricität zu erkalten. Museum König Oeorg III., King's College ..