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GRUPPE 18.— PHYSIOLOGIE.
Mit parallelen Visirlinien gesehen zeigt der Stab gleichnamige Doppelbilder (zubenutzen bei Versuchen über parallele Relationen etc.)
5574- Apparat zur Bestimmung der Drehbewegung, welche mitzeitweiser oder beständiger Seitwärtsneigung verbunden ist. (Donders undMulder, 1 Archiv für Ophthalmologie, XXI., Abth. 1, S. 68, 1875.)
Dieser Apparat besteht aus :
a. Einem Kopfhalter, welcher, wenn der Kopf in der Primärstellung fixirt ist,um eine horizontale Axe gedreht werden kann, weiche die Basallinie senkrecht hal*birt und leicht und schnell in jeder Lage festgestellt werden kann.
b. In der Entfernung von einigen Metern befindet sich eine runde Scheibe miteiner horizontalen Lichtlinie von Gasflammen, welche in der Haupivisurlinie ange-bracht ist und am Rande Einschnitte zum Anlegen von Durchmessern besitzt.Nachdem man das Auge eine Zeitlang auf die Mitte der Lichtlinie gerichtet hat,wird das Gas ausgedreht, der Kopf mit dem Halse gedreht und letzterer festgestellt,wenn das Nachbild mit dem angebrachten Durchmesser zusarnmenfällt. DerUnterschied zwischen der Neigung des Kopfes und der Neigung des Durchmessersist die Drehbewegung.
5575. Volkmann’s Scheiben, auf einer Platte zusammengestelltzur Bestimmung des Winkels zwischen Meridianen von scheinbar gleicherRichtung. Die Entfernung zwischen den beiden Axen muss gleich der-jenigen zwischen den parallelen Visirlinien des Experimentirenden sein.
5576. Volkmann’s Glasscheiben, zur Erleichterung der pa-rallelen Stellung der Visirlinien beim Sehen in die Entfernung.
5577. Stereoskop mit drehbaren Spiegeln, zur Bestim-mung des Winkels zwischen den Meridianen von scheinbar gleicher Rich-tung bei verschiedenen Graden der Convergenz.
5578. Isoskop, zur Bestimmung des Winkels zwischen den Meri-dianen der scheinbar verticalen und der scheinbaren horizontalen Richtung.(Onderzoekingen physiologisch laboratorium, Derde Heeks, III. 2, 45;und ‘ Archiv für Ophthalmologie,’ Bd. XXL 8, S. 100.)
Das Instrument besteht aus einem Kopfhalter und einem Rahmen-Apparat. Indem Halter bewahren (nach dem Princip von Hering), wenn der Kopf sich um dieBasallmie als Axe dreht, die Augen ihren Platz. Der Rahmen-Apparat ist um die-selbe Axe drehbar, und bestellt aus einem feststehenden Rahmen und zwei Paarenbeweglicher Rahmen, ein Paar für annähernd verticale, ein Paar für annähernd hori-zontale Fäden.
Einer der horizontalen oder einer der verticalen Fäden wird in seiner Lage fixirt;die Richtung des andern wird durch Drehung des Rahmens erhalten, bis beide Fädenmit dem Auge parallel scheinen. Der Winkel, welchen sie in dieser Lage bilden,wird auf einem nach Vernier graduivten Bogen abgelesen.
Dieses Instrument wird gebraucht, um den Winkel zwischen Meridianen von an-scheinend horizontaler Richtung abzulesen, entweder einzeln oder zusammen, heijedem Grade der Neigung des Gesichtsfeldes und bei jedem Grade der Convergenzder Sehlinien, entweder symmetrisch oder asymmetrisch; und um zu gleicher Zeitzu erforschen, wie Linien oder Objecte im Gesichtsfelde diese Wiukel beeinflussen.