Der Satz von Catalogen.
dagegen die erste Art' bei möglichster Sparsamkeit des Satzes dem Auge ein viel festeres Gefügedes Ganzen darbietet.
Auf denjenigen Seiten, wo die Nummern um eine Ziffer zunehmen, also wo 9 und 10,99 und 100, 999 und 1000 u. s. f. hinter einander vorkommen, wird durch die anwachsende Breiteder Nummern das Stichwort um den Raum einer Ziffer mehr hineingedrängt. Hieraus ergiebtsich der Uebelstand, daß dann die gerade Linie, welche die Stichwörter unter einander bilden sollen,an der betreffenden Stelle wie eingeknickt erscheint. Um dies zu vermeiden, thut man wohl,auf solchen Seiten die kürzeren Nummern um den Raum einer Ziffer (eines Halbgeviertes) ein-zurücken und die volle Zeilenlänge erst nach Eintritt der größeren Nummern wieder aufzunehmen.
In manchen Catalogen sind die Nummern dergestalt abgekürzt, daß die Tausende undHunderte resp. die Hunderte immer nur bei dem ersten Titel jeder Seite und bei Eintritt einesneuen Hundert gesetzt werden, so daß die übrigen Titel nur die Zehner und Einer der fraglichenNummern zeigen. Die hierdurch erzielte Ersparniß an Ziffern und der (ziemlich unbeträchtliche)Gewinn von Raum werden durch die in der Praxis sich herausstellenden Nachtheile, durch Ver-wechselungen re. bei Weitem überwogen, so daß diese Manier als durchaus unpraktisch zu bezeichnenist. Wo sie aber dennoch in Anwendung kommen soll, empfiehlt es sich jedenfalls, die abgekürztenNummern um eine Kleinigkeit einzurücken und wenigstens hierdurch die vollen Nummern etwasmehr hervorzuheben. (Diese Bemerkung bezieht sich übrigens eben nur auf Cataloge ; bei Preis-listen u. dergl. Arbeiten treten selbstverständlich andere Grundsätze ein.)
Die meisten Cataloge enthalten bei den Titeln Preise. In Auetions-Catalogen kommennur Ladenpreise vor; diese werden (ebenso auch in Catalogen, wo sie zugleich mit Verkaufspreisenerscheinen) in Klammern und mit jedesmaliger Angabe der betreffenden Währung unmittelbaran das Ende des wirklichen Titels angeschlossen. Die in den anderen Catalogen stehenden Preise(Ladenpreise in Bücher-Lexicis, Verlags-Catalogen u. dergl., antiquarische Verkaufspreise in anti-quarischen Verzeichnissen re.) kommen an das räumliche Ende der letzten Zeile des Titels, d. h. an denrechten Rand des Zeilenraumes. Wenn die betreffende Zeile die volle Zeilenbreite ausfüllt, bildetder Preis eine Zeile für sich, an deren Ende er zu stehen kommt, während der übrige (vordere)Raum leer bleibt. Läßt die Zeile, an welche der Preis sich anzuschließen hat, nicht hinlänglichenRaum für denselben übrig, ohne jedoch ganz bis an den Rand zu reichen, so ist der hierdurchentstehende leere Raum unstatthaft und auf geeignete Weise zu beseitigen, indem entweder durchzulässige Abkürzungen oder engeres Setzen der für den Preis erforderliche Raum hergestellt,oder durch Auflösung vorhandener Abkürzungen oder Weiterhalten der Zwischenräume zwischenden Worten die Zeile um das Nothwendige verlängert wird. Unabhängig von dieser Vorschriftsind diejenigen splendideren Cataloge, in denen die Preisangaben ausgerückt sind, d. h. außer-halb des Textes zu stehen kommen. Hier bilden die Preise eine Verlängerung der betreffendenTextzeile, welche ebensowohl voll, als abgebrochen sein kann.
Der Preis ist ein integrirender Theil des Titels und muß sich daher in solchen Fällen,wo dem Titel Anmerkungen, Erläuterungen rc. hinzugefügt werden (s. unten), an den Titel selbstanschließen, mithin seinen Platz vor der Anmerkung re. erhalten.