Band 
Erster Band: Vom Satz.
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Die Berechnung des Satzpreises.

17. Die Berechnung des Äntzpreises.

Am Schluß des vorliegenden Bandes über denSatz" haben wir noch der Berechnungs-weise der Arbeit des Setzers zu gedenken, während die eigentliche Calculatiou des gesammtenDruckpreises (Satz, Druck, Satinage, Papier, Beschneiden rc.) in dem dritten, die Geschäfts-führung enthaltenden Bande Platz finden wird.

Für den Satz von Werken aller Art ist zumeist ein gewisser Satztarif maßgebend undwird nach diesem berechnet.

Während dieser Tarif früher fast ausschließlich auf der n- Berechnung basirte, ist es gegen-wärtig die Alphabetberechmmg, welche fast überall eingeführt ist und mit sonstigen fest bestimmtenBedingungen in allen größeren Druckstädten den Maßstab bildet.

Man verwandte demnach früher das n derjenigen Schriftgattung, aus welcher das Werkgesetzt werden sollte, um zu ermitteln, wie viel Tausend derselben auf den Bogen kamen, währendes fetzt das kleine Alphabet ist, welches hierbei in Betracht kommt.

Die Art und Weise der Berechnung ist die Folgende. In den auf das Format desbetreffenden Werkes gestellten Winkelhaken wird das kleine Alphabet so oft wiederholt abgesetzt,bis die Formatbreite gefüllt ist. Bei 5 Coneordanzen Breite und Corpusschrift würde eine indieser Weise abgesetzte Zeile folgendes Aussehen haben:

abcdefghiklmnopqrstuvwxy^abcdefghiklmnopqrstuvwxy^abcdefgh

Wie der Leser bemerkt, ist der letzte Buchstabe des Alphabetes, das z allemal verkehrtgestellt worden. Es geschieht dies, damit man ohne langes Zählen überblicken, kann, wie vielvolle Alphabete sich im Winkelhaken befinden, weiß also, daß z. B. 2 volle Alphabete L 25 Buch-staben 50 Buchstaben ergeben. Zu zählen hat man nur die am Ende stehenden, kein voll-ständiges Alphabet bildenden Buchstaben, in unserem Beispiel demnach 8, so daß wir eineGesammtanzahl von 58 Buchstaben pro Zeile zur Berechnung zu bringen haben würden. BeimAbsetzen der Alphabete im Winkelhaken ist wohl zu berücksichtigen, daß, wenn der der Reihe nachfolgende Buchstabe am Ende der Zeile nicht mehr in den Winkelhaken zu bringen, dennochaber genügend Platz vorhanden ist, ein anderes, schmäleres Schriftzeichen an dessen Stelle einzu-fügen, dieses Zeichen als voller Buchstabe mitgerechnet wird.

Der weitere Verlauf der Berechnung ist folgender: Wir haben in unserem Winkelhaken58 Buchstaben, die Columne hat eine Anzahl von 48 Zeilen; 58X48 ergiebt pro Columne2784 Buchstaben. Auf dem Bogen Octav haben wir 16 Seiten, dies ergiebt demnach2784 X 16 44,544 Buchstaben pro Bogen. Nehmen wir an, 1000 Buchstaben kosten nach demTarif 30 Pfennige Reichsmünze, so würden, da jedes angefangene Hundert für voll berechnetwird, 44,600 Buchstaben (anstatt 44,544) einen Satzpreis von 13 Mark 38 Pfennige ergeben.

Dem vorstehenden Beispiel legten wir ein undurchschossenes Werk zu Grunde. Istein Werk durchschossen, so werden die Durchschußstücke jeder Zeile der Buchstabenzahl, ange-messen den Bestimmungen des Tarifs, hinzugerechnet.

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