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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Alexandria. Die Elemente des Euklid .

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Bei einem Schüler des Aristoteles begegnen wir gleichfalls prak-tischer Gombinatorik in der Gestalt einer vollständigen Aufzählungaller Möglichkeiten der Vereinigung gewisser Elemente. Wir denkendabei an Aristoxenus von Tarent , den Erfinder der aus Längenund Kürzen zusammengesetzten Yersfüsse.

Unter den anderen ältesten Peripatetikern nennen wir Theo-phrastus von Lesbos und Eudemus von Rhodos , deren Er-steren Aristoteles selbst zu seinem Nachfolger ernannte. Beide haben,wie im 4. Kapitel erzählt worden ist, historisch mathematische Schriftenangefertigt, deren Inhalt wir jetzt annähernd schätzen können, daer grade so weit reichen konnte, als wir in unseren bisherigen aufGriechenland bezüglichen Auseinandersetzungen erörtert haben. Mitder Schätzung dieses Inhaltes steigert sich das Bedauern über denVerlust jener umfangreichen Schriften. Theophrast und Eudemus waren für Jahrhunderte die Letzten, welche der Geschichte der Mathe-matik eigene Werke zuwandten, oder es haben doch ihre Nachfolger,wenn sie welche hatten, nicht gewagt weiter als sie in der Zeit desBerichteten hinabzusteigen. Das liegt in den Worten, die uns (S. 214)den Schluss des Mathematikerverzeichnisses bildeten:Die nun dieGeschichte geschrieben haben, führten bis zu diesem Punkte die Ent-wicklung der Wissenschaft fort. Mag dieser Ausspruch dem Ver-fasser des Verzeichnisses angehören, mag er ein Zusatz des Proklussein, jedenfalls nahm dieser ihn unverändert auf und bezeugt damitdie Thatsache selbst. Zugleich hat man aber in jenen Worten einenBeweggrund gefunden das Mathematikerverzeichniss als von Eudemusherrührend anzusehen, eine Meinung, zu welcher auch wir uns be-kennen.

Kapitel XII.

Alexandria. Die Elemente des Euklid .

Athen sank von seiner Höhe. Der junge makedonische Fürst,der mit 18 Jahren in der Schlacht bei Chäronea den ersten Siegerfocht, der mit 33 Jahren aus dem Leben schied den Beinamen desGrossen hinterlassend, ein Bezwinger der damals bekannten Welt, hatteauch die Wissenschaft genöthigt seinen Befehlen zu gehorchen. Inder eigenen Heimath ihr einen Wohnsitz anzuweisen, daran dachte ernicht. Er mochte empfinden, dass die rauhe Natur des Landes undder Menschen nicht dazu angethan waren einen Bildungsmittelpunktabzugeben. Dafür erwuchs ein solcher in der jungen Stadt, welcheAlexander auf der Landzunge gründete, die zwischen dem Mittel-meere und dem mareotischen See bis zum Nilkanal von Kauopus sicherstreckt. Als grosse ägyptische Hauptstadt sollte sie den Besitz deseben unterworfenen Aegyptens sichern. In Form eines ausgebreiteten