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Kapitel XXIV.
ihre durch Jahrhunderte bewährte mathematische Kraft verloren, dasist eine Frage, zu deren Erörterung weitläufigere Auseinandersetzungennöthig wären, als sie hier im Yorübergelien möglich und gestattetsind. Eine Einwirkung politischer Verhältnisse wird ebensosehr an-genommen werden müssen, wie eine weiter und weiter abseits führendeVerschiebung des wissenschaftlichen Interesses. Theologie und Juris-prudenz hatten in den Zeiten des Verfalles unserer Wissenschaft sichvorgedräugt. Die letztere insbesondere war die bevorzugte Wissen-schaft der nüchtern Denkenden geworden, und dass dem so war, dazuwaren wieder politische Verhältnisse die Veranlassung. Die philo-sophischen Griechen waren die Unterthanen eines fremden Reichesgeworden, dessen Gepräge sich auch ihnen um so deutlicher aufdrückte,je näher ihnen der Mittelpunkt des Reiches rückte. Die geistigeAufgabe dieses Reiches war eine andere. Ihm war es beschieden dieRechtswissenschaft zu begründen. Seine leitenden Gedanken gababer ein anderes Volk als die Griechen au, ein Volk, welches derMathematik gegenüber grade den höchstens erhaltenden Charakteran den Tag legte, den wir seit den Neuplatonikern deutlicher unddeutlicher sich offenbaren sahen: das Volk der Römer.