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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
Entstehung
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Kapitel XXXVII.

zu den ersten Nilfälleu bei Syene gelaugte, wo er erkannte, dass erzu voreilig Sicherheit an den Tag gelegt hatte, und dass die Ver-wirklichung seines Planes unmöglich war. So musste er sich zu ent-schuldigen suchen, so gut es eben ging, und als er, nunmehr inanderen Staatsarbeiten beschäftigt, sich auch hier Fehler zu Schuldenkommen liess, musste er sich verbergen, um Al-lläkims Zorne zu ent-gehen. Erst nach dessen Tode kam er wieder zum Vorschein undführte ein wesentlich schriftstellerisches Leben. Er starb 1038.

Das sind die beiden Männer, welche die ägyptische Mathematikfür uns kennzeichnen sollten. Wir gehen zu der Entwicklungunserer Wissenschaft in Spanien und in dem gegenüberliegenden west-lichen Theile der afrikanischen Nordküste, in Marokko , über.

Kapitel XXXVILÜie Mathematik der Wesfaraber.

Von der Entstehung eines selbststänigen arabischen Reiches inSpanien im Jahre 747 unter dem Omaijaden 'Abd Arrahmän haben wirgelegentlich ^S. 606) gesprochen. In unaufhörlichen Kämpfen gegendie westgothischen Christen sowie gegen afrikanische Araber erhobsich seine Dynastie bei 300 jährigem Bestände zu unsterblichemRuhme, rieb sich aber auch vollständig auf.') In die Zeit der Omai-jaden fällt die Entstehung aller jener glänzenden Ueberreste mauri-scher Baukunst, die noch heute den Anschauer mit Bewunderung er-füllen sollen, und die nach den Berichten solcher Schriftsteller, welchesie in ihrer ganzen Pracht sahen, die Wundermiihrchen der Tausendund eine Nacht zur Wahrheit stempelten. Besonders'Abd Arrahmän III.und sein Sohn Al-llakam II., welche von 912 bis 976 regierten,spielten eine glänzende Rolle in der Geschichte der Entwicklungwestarabischer Kultur. Eine Bibliothek von 600 000 Bänden ent-steht in ihrem Palaste in Cordova. Ein Bibliotheksverzeichniss in44 Bänden unterstützt die Benutzung. Gelehrte sammeln sich, aber,wie wir nicht für überflüssig halten, besonders zu betonen, aus-schliesslich Moslims , denn'Abd Arrahmän, der Vertheidiger des Glaubens,wie er sich nennen liess, würde so wenig wie sein Sohn fremde christlicheSchüler geduldet haben. Dieselben beiden Fürsten fanden ihre Freudein der Herstellung baulicher Denkmale ihres Glanzes und der hohenVollkommenheit, bis zu welcher arabische Kunstfertigkeit gelangtwar. Mag Manches nach früheren praktisch gewordenen und ihres

') Aschbach, Geschichte der Omaijaden in Spanien Bd. II. Frankfurt a. M., 1830.