Gerbert.
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des heiligen Genildus von Aurillae. Er durchwanderte der Weisheitwegen erst Frankreich , dann Cordova. Er wurde dem König Hugobekannt und mit dem Bisthume Rheims beschenkt. Dann lernteKaiser Otto ihn kennen, worauf er das Bisthum Rheims verliess undErzbischof von Ravenna wurde. Als später Papst Gregor, der Bruderdes Kaisers starb, wurde derselbe Gerbert scheinbar seiner Weisheitwegen vom Kaiser zum römischen Papste erhöht. Da veränderte erseinen Namen und hiess seit der Zeit Sylvester. 1 )“ In dieser fastmehr als kurzen Lebensgeschichte ist Wahres und Falsches in bunteinWechsel gemengt, und falsch ist offenbar die Durch^anderung vonCordova, welche zu der Frankreichs in Gegensatz gestellt ist. Manhat eine Erklärung dazu darin gefunden 2 ), dass für Adhemar, der,ähnlich wie es auch bei Richer der Fall ist, in Frankreich erträglich,ausserhalb Frankreich ganz und gar nicht Bescheid wusste, Cordovadas gesaminte Land jenseits der Pyrenäen bezeiclmete, die spanischeMark mit eingeschlossen, in welcher Gerbert thatsäclilich seinenAufenthalt nahm, so dass also ein eigentlicher Widerspruch gegendas von Richer uns wahrheitsgetreu Bezeugte nicht vorhanden sei.
Wohl liegt dagegen ein ausdrücklicher Widerspruch gegen dieBeschränkung des Aufenthaltes Gerberts auf die spanische Mark inden Worten eines anderen Chronisten: Gerbert habe mit Bestimmt-heit den Abacus den Saracenen geraubt und die Regeln gegeben,welche von den schwitzenden Abacisteu kaum verstanden werden. 3 )Allein dieser Berichterstatter ist aus mancherlei Gründen zu verwerfen.Wilhelm von Malmesbury lebte als englischer Chronist aus der Mittedes XII. S. nach Zeit und Ort in einer Umgebung, in welcher durchdie Uebersetzungen arabischer Schriftsteller z. B. des Rechenbuchsdes Muhammed ihn Müsä Alcliwarizmi die Venuuthung nahe gelegtwurde, ein irgendwie vereinfachtes Rechnen könne nirgend anders alsbei den Arabern entstanden sein. Ferner ist seine Glaubwürdigkeit,so weit es um Gerbert sich handelt, eine so geringe als nur irgendmöglich. Er verbrämt die Geschichte von dem Raube des Abacusmit den tollsten Zaubermährchen, die desshalb nicht wahrer sind, weilsie später da und dort Glauben fanden. J ) Er verwechselt mituntersogar Gerbert mit Papst Johann XV. Kurz er ist alles eher als einzuverlässiger Zeuge, wo er allein und gar in Widerspruch zu denzahlreichsten sonstigen Erwägungen aussagt.
Um 970 begleitete Gerbert den Bischof Hatto und den GrafenBorei nach Rom , wo er durch den Papst Johann XIII. dem deutschen