Abacisten mul Algorithmiker.
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Denkens sieh geltend. Lau frank, am Anfang des .Jahrhundertsin Pavia geboren, in Frankreich herangebildet, führte die Dialektikin die Theologie ein und liess den Sinn für aristotelische Schriftenerstarken. Freilich kannte man sie zunächst nur aus Bearbeitungendes Boethius, aber da und dort waren doch immer einzelne Männerzu finden, welchen das Griechische geläufig genug war, ihnen zu ge-statten die Urquelle aufzusuchen, und so entstanden jetzt schoneinige wenige neuere Uebersetzungen. Die dadurch genährte undwachsende Neigung mit Allem bekannt zu werden, was Aristoteles ,dessen Name mehr und mehr den Inbegriff aller Wissenschaft dar-stellte, geschrieben hatte, trat besonders in zwei Ländern hervor: inEngland, wohin Lanfrank als Erzbischof von Canterbury gekommenwar, und in Italien , wo gleichfalls eine bestimmte Persönlichkeit,Anselm der Peripatetiker, nicht zu verwechseln mit dem BruderRadulphs von Laon , den geistigen Mittelpunkt der neuen Bewegungbildete. Deutschland betheiligte sich erst, nachdem mau kann fastsagen Missionsreisende für die dialektischen Studien es durchzogenhatten, wozu eben jener Anselm der Peripatetiker gehörte.
Aber wie sollte man die Begierde nach der Kenntniss aristoteli-scher Schriften stillen? Griechische Texte waren nur in seltenstenHandschriften zugänglich. Man erfuhr, dass die Araber eifrigePhilosophen waren, dass auch sie keinen der Alten höher schätztenals Aristoteles, dass bei ihnen Uebersetzungen und Erläuterungen inMenge zu finden waren. Arabisches war schon früher, jedenfallsschon am Ende des X. S. ins Lateinische übersetzt worden. Wirerinnern an die Uebersetzungen astronomischer Schriften, welcheLupitus von Barcelona angefertigt, Gerbert zu besitzen gewünschthat, wir erinnern au die Vorlage Hermann des Lahmen für seineBücher über das Astrolabium. Wir bemerken bei dieser Gelegenheit,dass wir somit es keineswegs au sich für unmöglich halten, dassGerbert bei seinem Aufenthalt in der spanischen Mark durch Ueber-setzungeu auch mit arabischer Kechenkunst hätte bekannt werdenkönnen, sondern dass wir nur durch den allerdings entscheidendenUmstand bewogen sind diese Kenntniss in Abrede zu stellen, dassgar Nichts zwischen Gerbert und den Arabern gemein ist, durchausgar Nichts in der Anordnung wie in der Ausführung der Rechnungenals nur neun Ziffern ohne das zehnte Zeichen der Null, und dassdiese Gemeinschaft sich uns hinreichend mittels der Geometrie desBoethius erklärt, während jeder andere Erklärungsversuch an derverhältnissmässigen Geringfügigkeit des Gemeinschaftlichen nebenden weit überwiegenden Verschiedenheiten scheitert.
Jetzt suchte man, etwa vom Jahre 1100 an, noch mehr derarabischen Bearbeitungen griechischer Schriftsteller habhaft zu werdenund sie in das lateinische zu übertragen. Dazu kommt ein anderer