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Zweiter Band. Von 1200-1668. Zweiter Teilband. Von 1550-1668.
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606
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Kapitel LXX.

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und av . do in einem constanten Verhältnisse, wo auch b angenommenwird. Bezeichnet man das constante Verhältniss als das zweier Strecken«/j dg, deren Endpunkte auf ad liegen, so ist der Satz auch alsGleichung zwischen zwei Produkten von je drei Strecken aufzufassen,d. h. in ihm liegt im Grunde der Satz von der Involution der 6 aufeiner Geraden liegenden Punkte a, d, f, g, o, v eingeschlossen, derenbeide letzten veränderlich, die vier ersten feste Punkte sind. Auchdem Apollonius hat Fermat ähnliche Bemühungen gewidmet. Erstellte dessen zwei Bücher über die ebenen Oerter irtiitedoL tojtoiwieder her, welche im Drucke bekannt sind. Er will, nach einemBriefe au Roberval, wieder eine Persönlichkeit, von der später dieRede sein wird, auch bei dieser Untersuchung Schönes und Berner-kenswerthes gefunden haben, doch fehlt darüber jede nähere An-deutung. 1 ) Oder sollte Fermat unter jenen Erfindungen diejenigenverstanden haben, welche er in einer Abhandlung I)e contactibassphaericis 2 ) veröffentlichte? Ihr Inhalt ist die räumliche Aufgabe, eineKugel zu finden, welche 4 gegebene Kugeln berührt, also das Seiten-stück zu der Vieta’schen Auflösung der Aufgabe, einen Kreis zufinden, der 3 Kreise berührt.

Zu den Schriftstellern, welche griechischen Mathematikern ihrbesonderes Studium widmeten, gehörte ferner David Riva ult deFlurance 3 ) (1571 — 1616), Lehrer der Mathematik am Hofe Lud-wig XIII. Seine commentirte Archimedausgabe ist von 1615.

Weiter nennen wir Claude Richard 4 ) (1589 — 1664). InOmans in Burgund geboren, trat er schon 1606 dem Jesuitenordenbei, lehrte in der Folge sieben Jahre lang in Lyon Mathematik, war1624 gerade im Begriff, sich in Lissabon als Missionar nach China einzuschiffen, als Philipp IV. ihn nach Madrid berief, wo er noch40 Jahre hindurch Professor der Mathematik war. Von Madrid ausveraustaltete er folgende Ausgaben: Euclidis elementorum geometri-corum libros XIII, lsidorum et Hypsielem et recentiores de cor-poribus regularibus et Procli propositiones geometricas, 1645. Apol-linii Pergaei Conicorum libri IV cum commentariis 1655. Ob er aucheinen neuen abermals erläuterten Abdruck des Rivault’schen Archimedveranstaltete, ist mindestens zweifelhaft.

Au diese Namen schliesst sich Franciscus van Schootender Jüngere. 5 ) Es gab zwei Mathematiker dieses Namens, Vaterund Sohn. Beide waren Professoren an der Universität Leyden . DerVater lebte 1581 — 1646, der Sohn 1615—1660. Letzterer veröffentlichte1657 ein aus fünf Büchern zusammengesetztes Werk Excrcitationes

') Chasles, Apercu hist. 65 (deutsch 61). 2 ) Fermat, Varia opera ma-

thonatica pag. 74—88; Oeuvres de Fermat (Paris 1891) I, 52—69. 3 ) Poggen-

dorff II, 256. 4 ) De Bäcker, Bibliothique des ecrivains de la compagnie de

Jesus I, 627. b ) Allgem. deutsche Biographie XXXII, 628—629.