rechnungsmässig geprüft dahin zu deuten, dass siu 36°= = 0,57735
angenommen ist, während sin 36° = 0,58778 sein muss. Ein dritterVersuch J ) liefert sin 36° = = 0,58520 . Er besteht in Folgendem
(Figur 58). Von a • und d mit ad imHalbmesser beschriebene Kreisbögen bcund ef schneiden einander in p und r,durch welche Punkte die mrsph grad-
Fig. 57.
Fig. 58.
linig gezogen wird. Dann wird as in vier gleiche Theile getheiltund pg = ^ parallel zu as gezogen. Die ga schneidet die mh im
Mittelpunkte des durcji a und d hindurch-gehenden Kreises, in welchen ad als Fünf-ecksseite passt.
Will ein regelmässiges Siebeneckin einem Kreise von gegebenem Halbmessererhalten werden, so verfährt Lionardo daVinci folgendermassen 2 ) (Figur 59). Auseinem Punkte c des Kreisumfanges wirdder Bogen ad, aus d der Bogen ac be-schrieben, cd und senkrecht dazu ab ge-zogen, so ist ab genau die Siebenecks-seite. 3 ) Man erkennt hier sofort diejenige Methode, deren sich Abu ’lWafä (Bd. I, S. 640) bediente, und welche Jordanus Nemorarius (S. 76)unter der Bezeichnung als indische Regel lehrte.
') B fol. 13 verso. *) B fol. 28 recto. 3 ) e 1a linia ab e che in sopra delmeza dela linea cd sara apunto y da tutto il circulo.
Cantor, Geschichte der Mathem. II.
Fig. 69.
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