Michael Stifel.
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erschien. Da finden wir die Theilbarkeitsregeln der Zahlen, *) da dieTafel der Biuomialcoefficienten 2 ), allerdings dahin abgeändert, dass sienur bis zur 7. Potenz reicht, dafür aber sännntliche Coefficienten ent-hält, ohne dass an den Benutzer die Anforderung gestellt würde, dasnur zur Hälfte Angegebene rückwärtsgehend zu ergänzen. Die Tafelsieht nämlich hier so aus
1 b-
2
1
!<*•
3
3
1
1 bb-
4
6
4
1
1 6-
5
10
10
5
1
Qce-
6
15
20
15
6 ; i
18 &.
7
21
35
35
21 j 7
1
1
und unter der Tafel steht: „So weyt ist yetzt genug.“ In einem Zu-sätze finden wir auch wieder die Regel der Coss, 3 ) welche alle 24alten Regeln in sich schliessen soll und unmittelbar au dieselbe an-knüpfend „die vorige Regel mit wenigem Worten. Für das facitdeiner auffgab setz 1 Sf. Handle da mit nach der auffgab bis dukommest auff ein equatz. Die selbige reducir so lang bis du sihestdas 1 Sf resoluirt ist.“ In den Zusätzen lehnt sich Stifel so weit andie RudoliFsche Bezeichnung der Wurzelgrössen (S. 366) an, dass erbei der Quadratwurzel den kennzeichnmiden Wurzelexponenten $ weg-lässt, und damit ist dem Zeichen Y die Bedeutung als Quadrat-wurzel errungen, welche es hinfort behielt.
o ' _
Ein Zusatz 4 ) lehrt die Kubikwurzelausziehung aus 45+ 1/1682.Man bilde 45 2 — 1682 = 343"; man nehme j/343 = 7; man suche dieErgänzung von 7 zu einer Quadratzahl, etwa 2 weil 7 + 2 = 3 2 , undsehe zu, ob der Radikand 1682 durch sie getheilt einen quadratischen
* 1682
Quotient giebt; ist dieses, wie hier, der Fall, indem —— = 29 2 ist,
so bleibe man bei der gewählten Ergänzung stehen und hat 3 + j/2als die gewünschte Kubikwurzel. Einen Beweis des Verfahrens giebtStifel nicht. Um dasselbe zu verstehen, setzen wir
V aJ r ]/h = et + ]/ ß
und erheben auf die dritte Potenz. Gleichsetzung der beiderseitigenrationalen und irrationalen Bestandtheile giebt
') Coss fol. 23 verso. *) Ebenda fol. 168 recto. 3 ) Ebenda fol. 147 verso.
4 ) Ebenda fol. 481 recto upd verso.