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Dritter Band. Von 1668-1758. Erster Teilband. Von 1668-1726.
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82 . Kapitel.

und gebrochenen Zahlen mit Einschluss der Ausziehung von Quadrat -und Kubikwurzeln, dann die Arithmetica calculatoria et divinatoria .Arithmetica calculatoria ist das alte Linienrechnen mit Kechenpfennigennebst dessen Anwendung auf benannte Zahlen. Arithmetica divina-toria ist eine kleine Sammlung von Kechenkunststüekchen und der-gleichen, unter welchen auch die Aufgabe von den 15 Christen und15 Türken (Bd. II, S. 332 und öfter) nicht fehlt. Nun geht der Ver-fasser zu der Sphiirik des Theodosius in freier Uebersetzung überund nach dieser zur Trigonometrie. Deren erstes Buch lehrt denZusammenhang der trigonometrischen Funktionen unter einander unddie Berechnung trigonometrischer Tafeln. Das zweite Buch lehrtLogarithmen sowohl der trigonometrischen Funktionen als der Zahlenfür die Basis 10 mit sieben Decimalstellen berechnen und dieserLogarithmen sich bedienen. Dann folgt eine Logarithmentafel selbst.Das dritte Buch ist der ebenen, das vierte, fünfte, sechste der sphä-rischen Trigonometrie gewidmet. Jetzt kommen lauter Gebiete, welcheman als angewandte Mathematik oder als Physik zu benennen pflegt:Praktische Geometrie, Mechanik, Statik, Geographie, Magnetismus,Bürgerliche Baukunst, Zimmerkunst (ars tignoria), Steinsclmitt, Kriegs-baukunst, Hydrostatik, Lehre von den Quellen und Flüssen, Hydraulik,Schifffahrtskunde, Optik, Perspektive, Katoptrik, Dioptrik, Musik,Feuerwerkskunst, Benutzung der Astrolabien, Gnomonik, Astronomie,Kalenderkunde. Auf 25 Folioseiten scliliesst sich die Astrologie anoder vielmehr neben der Angabe der Kegeln, nach welchen die Astro-logen beim Aufstellen der Horoskope verfahren, eine kräftige Be-kämpfung der Hallucinationen, als welche dem Verfasser die ganzeSterndeuterei erscheint. Die Zusammenstellung der Gründe, um deren-willen man auf das Gerede der Astrologen, Wetterpropheten u. s. vv.nichts geben dürfe, ist eine so vollständige, dass sie auch heute nochgegen manchen Aberglauben, der in wissenschaftlichem Gewände auf-tritt, mit Erfolg benutzt werden könnte. Und nun kommen alsSchluss des ganzen Werkes noch drei Wissensgebiete, die man andieser Stelle gewiss nicht leicht mehr sucht: Algebra, Indivisibilien,Kegelschnittslehre. Die Algebra, mehr als 100 Folioseiten in achtBücher eingetheilt, führt den Leser auf eine Stufe, welche nicht ganzmit der von Vieta erreichten Höhe übereinstimmt, so innig auchin manchen Dingen, beispielsweise in dem Gebrauche fremdartigerKuustausdrücke, in der Nichtanerkennung negativer Gleichungswurzeln,in der Anwendung der Buchstaben A, E, /, 0, V, Y für unbekannteGrössen, die Anlehnung an Vieta ist. Von diesen Vokalen machtferner Dechales ebenso wenig wie Vieta ausschliesslichen Gebrauch.In der Algebra numcrosa, welche von der Algebra speciosa unterschieden