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Dritter Band. Von 1668-1758. Zweiter Teilband. Von 1727-1758.
Entstehung
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489
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Geschichte der Mathematik. Klassikerausgaben. Wörterbücher. 4SO

tonon von 1748. Euler selbst ging, wie wir wieder aus dem mehr-erwähnten Nachrufe wissen, von Berlin aus De Castillon an, denDruck zu überwachen.

Robert Simson 1 ) (1(587—17(38) führt uns nach England hinüber.Er war Schotte und seit 1711 Professor der Mathematik an derUniversität Glasgow . Er legte schon 172;} eine erste Probe seinerBeschäftigung mit griechischer Geometrie ab, indem er in den P. T. s )eine Abhandlung über die Porismen Euklid’s veröffentlichte. ImJahre 1748 folgte eine Wiederherstellung der Ebenen Oerter desApollonius, 1756 eine englische Uebersetzung von Euklid’s Ele-menten. In fast zahllosen Abdrücken und immer neuen Auflagenbeherrscht dieses Buch den englischen Elementarunterricht in derGeometrie, wenn auch Augustus De Morgan 184!) einen Sturm-lauf gegen den ausschliesslichen und uneingeschränkten Gebrauch dereuklidischen Elemente begann, an dem sich mehr und mehr Gelehrtebetheiligten, so dass allmählich der Vorschlag ein anderes Schulbucheinzuführen gewagt werden konnte 3 ). Nach Simson’s Tode wurden177(3 aus seinem Nachlasse noch eine Wiederherstellung von demBestimmten Schnitte des Apollonius und eine ausführlichereArbeit über Porismen zum Drucke gegeben. Von beiden darf derZeitfolge nach hier keine Rede sein.

In dem den XVII. Abschnitt eröffnenden 93. Kapitel war (S. 259bis 2001 von Christian von Wolf’s Mathematischem Wörterbuchevon 171(5 die Rede, und in unserem gegenwärtigen Kapitel (S. 478)von der neuen Bearbeitung dieses Werkes von 1732. Wo wir dasWörterbuch von 1716 das erste Werk dieser Art nannten, war unsentgangen, dass es vielmehr bereits zwei Vorgänger besass: JosephMoxon hat 1680 in London ein englisches mathematisches Lexikonherausgegeben, Jaques Ozanam (S. 98) 1691 in Amsterdam einDictionnaire »lathcmatiqur. Beide Werke sind uns nur aus Beschrei-bungen 4 ) bekannt. Darnach scheint Moxon mathematische Ausdrückeund Redewendungen erklärt zu haben und Ozanam nicht viel weitergegangen zu sein. Zudem ist Ozanam’s Buch nicht alphabetischsondern den Gegenständen nach geordnet gewesen, wenn auch einangefügtes alphabetisches Inhaltsverzeichniss das Aufsuchen dessen,worüber man Aufklärung wünschte, zu erleichtern bestimmt war. InEngland gab dann Edmund Stone 5 ), ein 1768 verstorbener Gärtner-sohn, der 1725 zum Mitgliede der Royal Society erwählt, 1742 oder

*) l’oggendorff II, 938. *) P. T. Vol. 40 pag. 330. ^ G. Loria,

Delhi varia fortuna di Euclide (Roma 1893) pag. 94sqq. 4 ) IIeilbronner,Hisluria mathemos univemae pag. 089 und 094— 095. 6 ) Poggendorff II, 1018.

Cantor, Geschichte der Mathematik. III, 3. 32