Praktische Geometrie (Feldmeßkunst).
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nominellen 57 027. Toise angesehen, die der Länge des 45. Breiten-grades auf dem Meridian, welcher über Frankreich geht, nach denAngaben des Abbe de la Caille 1 ) auf Grund der Vermessungen, welchevon früheren Astronomen der Akademie ausgeführt waren, entsprachen.Das zweite der geographischen und nautischen Maße bekam seine Be-nennung als Grad aus dem Grunde, weil nach der Bestimmung derAkademie in dem neuen Maßsystem der 100. Teil des Viertels des Kreis-umfanges als Grad angenommen wurde. Er stellte folglich die Länge desErdgrades dar, „mille“, oder sein 100. Teil die Länge der dezimalen Erd-minute („minute decimale terrestre“) und „perche“, als 100. Teil dieserletzten, die Länge der dezimalen Erdsekunde (seconde decimale ter<-restre). „Stade “ stellte die Seite eines Quadrats dar, welches im neuen Maß-system als neuer Morgen Landes angenommen wurde, welcher beinahe umdas Doppelte den früheren französischen Morgen übertraf. Die zweiteNomenklatur parallel der ersten anzunehmen, hielt sich die Akademiefür gezwungen infolge der Unvollkommenheiten, die der letztereneigen waren: die Länge der Benennungen, die Kompliziertheit der vonihnen ausgedrückten Begriffe und der Möglichkeit, die eine Benennungmit der andern zu verwechseln, wegen ihrer gleichen Endungen. ZurErläuterung der angezeigten Kompliziertheit der Begriffe durch einBeispiel bleibt der Bericht auf der Benennung „Deei-metre“ stehen, inwelchem er die Vereinigung dreier Begriffe sieht: der metaphysischenIdee des Zehntels, der metaphysischen Idee eines bestimmten Maßesund endlich die Anwendung der ersten Idee auf die zweite. Um aufdiese Weise zum ausgedrückten physischen Maß zu gelangen, mußder Verstand drei Operationen verrichten. Als Benennungen in derzweiten Nomenklatur bemühte sich die Akademie, solche zu wählen,die sich durch Eigenschaften auszeichneten, die den Mängeln der erstenNomenklatur entgegengesetzt waren und aus der existierenden Metro-logie entnommen waren: der französischen, wie decade, degre, poste,perche, und der alten, wie stade, palme, oder aus den Benennungenvon Gegenständen, die an eine entsprechende Länge erinnern, wiedoigt, trait. Dieselben Überlegungen gaben die Anleitung beim Aus-arbeiten der zweiten Nomenklatur der Kubikmaße, die in dem neuenMaßsystem dieselben wie für Flüssigkeiten ebenso auch für Körnersein sollten. Für die Zurückführung der neuen Maße in frühere beiZusammenstellung der zweiten Tabelle benutzte die Akademie „pintede Paris“ als das zu jener Zeit gebräuchliche Flüssigkeitsmaß und„boisseau“ als das ebenso gebräuchliche Kornmaß.
Die begonnenen Arbeiten zur Einführung des metrischen Systems
*) Histoire de l’Academie des Sciences, annee 1758.