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Erster Band.
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©p 11 011. Cjstidium Link.

A. Die einfarpel Itge Schlauchfrucht (UtricuJus monocarpellatus) ist;

1. umschnitten (circumscissus) oder rund um in die Quere aufspringend und zwar:a unter der Mitte (infra medium): Amaranthus (Fig. 1552, a. b.);

b. über der Mitte (supra medium): Gomphrena (Fig. 1553.);

Bemerk. Vergleichen mir die gegebenen Beispiele der Schlauchfrncht mit der ganz ähn-lich gebildeten, aber mehrsailiigen Frucht von Cdosia (Fig. 1554, a. b.), so sehen wir sie durchdie letztere in die eigentliche umschnittene Kapsel übergehen, so daß der einzige Unterschied zwi-schen dieser und der Schlauchfrucht nur in der Zahl der Samen liegt. Es wäre daher wohlrichtiger, alle trocknen einsainigcn, aufspringenden oder aus dergleichen Karpellen zusammengesetz-ten Früchte, den Kapseln beizuzählen, wie dieses auch von manchen Schriftstellern wirklich ge-schieht.

Als Synonym gehört dann zum Theil der Ausdruck Büchsenfrucht (Pyxidium Ehrh.)hierher.

2. an der Spitze zweiklappig (apice bivalvis): Dorstcnia.

B. Die mehrkarpcllige Sch la uch fr ucht (Utriculus plciocarpcllatus) ist:

1. fünfknöpfig (pentacoccus): Geranium (Fig. 1428, b.) Erodium;

* Die schlau chigen Karpellen (Carpdla utriculacca) derselben sind durch ihren bleiben-den, von dem Fruchtträger sich losenden Griffeltheil geschnäbelt oder geschwänzt und nach in-

, nen in einer Längsspalte sich öffnend (intus rima longitudinali ddiiscentia) (Fig, 1555 —1557).

** Wegen dieser Fruchtform vergleiche auch, was bei der fünfknöpfigen Kapsel (§. 164,dir. 4, c.) bemerkt ist.

2. vielknöpfig (polycoceus): bei Malvaceen (Fig. 1484, a. b. c.), wenn man nämlichdiese Frucht hierher zählen will (s. §. 160. Bemerk. 1.).

* Wie nahe die schlauchigen den karyopsenartigen Karpellen der sogenannten Spaltfrucht derMalvaceen (§. 160, Bemerk. 1.) stehen, beweisen die ganz ähnlichen, aber völlig geschlossenen Kar-pellen bei Alisma (Fig. 1485, a. b. c.) und bei Triglocbin (Fig. 1486, a. b. d. e.), welche sichnur durch den Mangel einer Oeffnung unterscheiden lassen.

** Ueberhaupt unterscheiden sich alle Karyopsen mit lockerer Fruchthülle von der Schlauchfruchtnur dadurch, daß sie nicht aufspringen, und wenn man die erstcrn, wie dieses von manchen Schrift-stellern geschieht, zur Schlauchfrucht zählen will, so ist auch zwischen dieser und der Karyopse keineGrenze zu finden. Man vergleiche hier noch, was oben (§. 160, Bemerk. 1.) von den Karpellen derMalvaceen gesagt worden.

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