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Vorrede.
•wird bei einiger Befreundung leicht von sich selbst Rcchen-schaft geben; und neben den) Bestreben, Anfängern dasStudium dieser Gcwächsrcihc zugänglich zu machen, darfder Verfasser vielleicht auch erwarten, Kennern etwas zubringen, was ihm dieselben zu Freunden maeht : Beobach-tungen und Ansichten, welche in einer Reihe von Jahren,in welcheu er sich ausschliesslich mit dem Studium derCryptogamic beschäftigte, erstanden, sind als reine Zugabeden Beschreibungen der Arten beigefugt: sic sind aus derpraktischen Natur dieser Gewächse selbst geschöpft, undwerden ihren Ursprung nicht vcrläuguen; sie werden sicheher jedes andern Fehlers als der Sectirerei schuldig ma-chen, und leichter aus eigner Schwäche sinken, als sichdurch fremde Autorität und Stärke aufrecht zu erhaltensuchen.
Hin und wieder hätte vielleicht das primitive Artkenn-zcichen, welches so oft in zahllosen Formen eingehüllterscheint, strenger umgränzt, ein mehrfaches Reducirenbewirken können, da wohl manche noch als selbstständighier aufgeführt, läugstbekannten anzureiben wären: ihrenahe Verwandtschaft ist niemals anzudeuten unterlassen;es sind meistens solche, die schon lange in den Händendes heimischen Forschers gewesen, sic waren von dem-selben für selbstständig anerkannt, und so konnte oftmalsnur eigne Ansicht in der Anmerkung in Betracht kom-men. Ein verjährtes Eigenthum, selbst wenn cs auch nichtimmer auf der normalen Basis ruht, lässt sich das Publi-kum ungern entreissen, Aveil es ihm schon durch irgendeine Beziehung oder Erinnerung lieb geworden ist, undselbst das Fehlerhafte hier eine Stufe im Fort schreiten derForschung bezeichnet.
Der Verfasser bekennt mit aller Bescheidenheit, dasser viel zu wenig Selbstvertrauen besitzt, um sich mit vor-