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Muscologia Germanica oder Beschreibung der deutschen Laubmoose : im erweiterten Umfange nach dem jetzigen Stande der Wissenschaft, nebst Erörterung der Standörter und ihrer Entdecker der Synonyme seit Hoffmann und Roth, mit erläuternden Anmerkungen / bearb. von J.W.P. Hübener
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57
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VI. Gyinnostoimun. 57

23. Gyhnostomum caespiticium Web. etMohr.

G. caulc fasciculato-ramoso, foliis lanccolato - subn-latis rigidulis, subeuerviis, tbcca subglobosa breviter pc-iluuculata, operculo rostrat o.

Gymnnstnmum caespiticium Web. el Mohr Tasclienb. p. 77 et 403.Sclikuhr Deutsch . Moos. p. 28. tab. 11. u. Lina. System. veg.cd. Spreng, vol. 4. p. 144.

Anoectangium caespiticium Sch wäg. in Sehrad. Journ. 4. pag. 13.tab. 2. A. eiusd. Suppl. 1. 1. pag. 35. tab. 12. Funck. Saniinl.Crypt. tiew. n. 488- Moostasch. tab. 5.

Schistidium caespiticium llrid. bryol. univ. 1. p. 119. Bryol. germ. 1.p. 94. tab. 8. ßg. 2.

Diese Art gehört den hohem Alpengegenden von Steiermark ,Salzburg , Kärnthen und Tyrol an, wo sie in den Hitzen feuchterFelsenwände, vorzüglich in der Nähe der Wasserfälle nicht zu sel-ten vorzukonimen scheint, aber ihrer Kleinheit und der nicht leichtbemerkbaren Früchte halber wohl, oft übersehen wurde. Die Früchtereifen im Sommer und zu Anfänge des Herbstes. 2)..

Die Pflanzen w achsen in Rasen beisammen, die gew öhnlichkreisrunde Polster bilden. Die Stammelten aufrecht, 612"' hoch,sehr ästig, dicht beblättert. Die Blätter aus lanzettförmiger Basispfriemenförmig, spröde, aufrecht, fast anliegend, mit einem ober-halb der Mitte stark eingerollten Rande, am Grunde rostfarben,oben glänzend lichtgrün; die Hüllblätter fast noch einmal so langals die übrigen, linien-lanzettförmig mit einer pfriemenförmigenJangen gekrümmten Spitze, durchschimmernd. Der Nerv nur anden untern Blättern bemerkbar, wo er gegen die Mitte verschwin-det, an den Hüllblättern aber nur sehr undeutlich an der Basisdurch die dicht gedrängten Zellen angedeutet. Das Scheidchencylindrisch, braun, halb so lang als der kurze aufrechte, oft ge-krümmte, grünlichgelbe, in der Büchse sich erweiternde Fruchtstiel.Die Büchse zwischen den Hüllblättern fast verborgen, nicht überdieselben hervor, aber meistens seitlich heraustretend, verkehrteiförmig, fast halbkugelrund, gestutzt, anfangs gelbgrün, späterhellbraun, mit erweiterter verdickter röthlicher Mündung. DerDeckel erhaben, mit einem einwärts gekrümmten kurzen pfriemen-förmigen Schnabel, mit der Frucht gleichfarbig. Die Haube kegel-förmig, tief bis gegen die Mitte gespalten, lichtgelbbraun, mitrustfarbener Spitze.

Die grossem Individuen dieser Art haben eine auffallendeAehnlichkeit mit der kleinern Form von Weissia acuta, nament-lich die T arielas rufuncola, zu welcher sie sich ihrem ganzen äussernRau nach hinneigt. An meinen auf Dovrefjeld in Norwegen ge-