Allgemeine Einleitung. 37
V. Die Netzflügler (Hymenoptera Linn. — piezata F.).
Die Gallwespen (cynips L. et F.) wohnen auf Bäumen, vorzüglich auf Eichenund Weiden. Einige Arten legen ihre Eyer in Raupen und Blattläuse. Und in dieserRücksicht wären sie für uns nützliche Insekten.
Die Blattwespen (tenthredo L. et F.) halten sich auf Bäumen, Gesiräuchen,Blumen rc. auf. Einige Arten findet man auch auf Wiesen im Grase, oder sonst an ra-sichten Stellen an der Erde sitzen, wo sie auffliegen, wenn man zu nahe zu ihnen kömmt.
Die Holzwespen (sirex L. et F.) wohnen auf Bäumen und Blumen. Ersterebesuchen sie zur Absetzung ihrer Brüt, und letztere zu ihrer Nahrung. Sie haben keinenStachel. Man kann sie daher ohne Furcht ergreifen.
Die Raupcntödter (ichneumon L. F.) leben auf Blumen, Bäumen, Gesträu-chen, niedern Pflanzen, mit einem Worte, man trist sie überall an, wo sich Larven oderRaupen vermuthen lassen, welche sie aufsuchen, um in dieselben ihre Eyer abzulegen,welches jedoch nur von dem weiblichen Geschlecht zu verstehen ist. — Man nehme sich vorden Legestacheln der größern Arten in acht.
Die Banchen, Ophions und Fönen (banchus, ophion et foenus F.) des Fa-bricius, find auch Linneische Ichneumons.
Die Linneischen Bastardwespen (spbex Linn.) machen acht Fabricische Gattungenaus, alsevania, chalcis, sphex, larva, tipliia oder Raubwespe, 8colia oder Dreh-wespe, oryssus, pompilus. Sie haben zum Theil mit vorhergehenden Gattungen ei-nerley Aufenthalt gemein. Einige Arten laufen auf den Wegen gleich Spürhunden hinund her, und suchen Raupen oder Spinnen auf, welche sie todten, in Löcher unter die.Erde schleppen, und zur Ablegung ihrer Brüt gebrauchen. 'Mehrere Arten der Fabr«Gactung chalcis zieht man aus Schmetterlingsraupen.
Die Goldwespen (chrysis L. F.) findet man auf Blumen, an hölzernen Garten-einfassungen, Mauern. Ueberhaupt streifen sie fast allenthalben herum, und suchen ausgleicher Absicht, wie die vorhergehenden Arten, Raupen und Larven auf.
Die Linneischen Wespen (vespa L.) nämlich acht Fabricische Gattungen, thynnus,leucopsis, bembex, vespa, masaris, mellinus oder Vippernwespe, philanthus,crabro oder Siebbicne, wohnen in hohlen Bäumen, in Höhlen innerhalb der Erde, inMauerritzen, alten Gebäuden rc. Man kann sie, und zwar am sichersten, einzeln aufBlumen und bey reifem Obste, vorzüglich aber bey Trauben fangen.
Die Linneischen Bienen (apis Lin.), nämlich fünf Fabricische Gattungen, Blu-menbienen, Waldbienen, Bienen, Euceren und Trauerbicnen hylaeus, andrena, apis,eucera et nomada F.) findet man auf Blumen. In den ersten Tagen des Frühjahrs,
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