5 ö Dritter Abschnitt. Erste Ordnung.
steht aus einer Lefze, zwey Kinnbacken, zwey Kinnladen, einer Lippe, und aus vier odersechs Fühlern.
Der Leib begreift den Halsschild, der auch Brustschild genannt wird, den Ober-rücken, den Rückcnschild oder das Schildchen, die Brust, das Brustbein und den fünf-oder sechsringigen Unterleib, dessen Oberseite der Bauchrücken, und dessen Unterseite derBauch genannt wird. Jeder Bauchring hat auf jeder Seite ein Luftloch, deren also zu-sammen zwölf sind.
Die Gliedmaßen sind: die zwey Flügel, die zwey Flügeldecken und die sechsBeine. Jedes Bein besteht aus mehr Stücken, aus der Hüfte, Schenkel, Schienbeinund dem Fuß oder den Tarsen, welche entweder drey, vier oder fünf Glieder haben, diesich in zwey oder vier Klauen endigen.
In ihrem ersten Stand sind sie Eyer, im zwey ten Larven, welche zwölf bis-reyzehn Ringe, und entweder gar keine, oder sechs ziemlich harte Beine, und achtzehnLuftlöcher haben, die am ersten, vierten , fünften, sechsten, siebenten, achten, neunten,zehnten und cilftcn Gelenke oder Absäße stehen. Am zweyten, dritten und zwölften aber,fehlen sie. Einige haben sehr kurze Fühlhörner, aber keine hat Augen. Die sich vonPsianzen nähren, als die Chrysomelen (chrysomelae et galerucae Fab.) bleiben gewöhn-lich nur einen Monat in dieser Gestalt. Diejenigen aber, die von Holz oder von Wur-zeln leben, und von denen man noch viel zu wenige kennt, bleiben ein bis drc» Jahre, jawohl noch länger, Larven. Sie häute,: sich drey- oder viermal vor ihrer Verpuppung,zum Beyspiel, der Maykafer alle Jahr einmal. Ihr Mund ist mit Freßwerkzeugcn ver-sehen, welche ihrer Lebensart angemessen sind. Die auf Pflanzen haben weichere Kinn-backen, als die vom Holz sich nähren. Im dritten oder Puppenstande bleiben sie nah-rungslos, und bewegen sich nicht. Durch die Haut, welche die Puppe bedeckt, erkennt,uan alle die äußern Theile des vollkommenen Insekts. Die Laubkäferpuppcn liegen inder Erde in einem Gehäuse verborgen. Ihr vierter Stand ist der vollkommene oderEnthüllungsstand.
Der Ritter von Finne hat drey Abschnitte der Käfer gemacht. Erstlichdie, welche mit derben, d. i. solchen Fühlhörnern versehen sind, die am Ende einen Kopfhaben, wozu folgende Gattungen von Forstinsckten gehören: Scarabaeus, Irncanus,Oerinestes, Attelabus, Curculio, Silplia. Z w e y t e n 6 die mit fadenförmigen,oder durchaus gleich dicken Antennen, nämlich: Cassida, Ftinus, Chrysomela , Me-loe, Tenebrio. Drittens die mit borstenförmigen oder solchen Fühlhörnern, welchevon der Wurzel bis zur Spitze in der Dicke unmerklich abnehmen, als: Cerambyx,Leptura, Cantharis, Elater, Buprestis, Necydalis iisit» Forficula.
Wir werden bey jeder Gattung auf die mehr und die minder schädlichen Artenseben, und bey jeder Art zuerst die Benennung, Synonymen und Nachweisung der Ab-
bil-