Die Kolbenkäfer. 61
Kennzeichen der Art.
Der Käfer.
Er ist unbcwehrt und kupferbraun, mit schwarzem, zuweilen kupserbraunen, be-haarten HalSschilde, eingebogener Schwanzspitze und weißen Einschnitten am Bauch.
Die Larve
ist gelblichweiß mit pomeranzenfarbcnem Kopse, dunkelbraunem Zangengebiß und violen-grauem After.
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Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Insekts.
Es ist ein und ein Viertel Zoll lang. Kopf und Halsschild sind schwarz, und dieFlügeldecken ziegelfarbcn oder kupferbraun. Dle Ringe am Untcrleibe sind weiß, und aufden Einschnitten befinden sich drcycckichte, spitzig zulaufende weiße Flecken. Der Hinter-leib ist spitzig abwärts gebogen. Das Männchen hat an den Fühlhörnern einen größer«sieben-, das dickere Weibchen aber, einen kleinern scchsblatrerigen Büschel. Als Käferüberlebt er keinen Sommer. Es giebt auch Varietäten mit gleichfarbigem Kopf- undHalsschild; und große und kleine, je nachdem ihre Nahrung als Larve überflüssig oderkümmerlich war. In unfruchtbaren Sandgcgenden sind sie daher immer kleiner und das .Halsschild ziegelfarben.
Die Larve, gewöhnlich Engerling genannt, die den Alten unter dem Namen:Spondylis, bekannt war, hat ausgewachsen anderthalb Zoll Länge, und ohne den Kopfzwölf Absäße von gclblichweißer Farbe. Der pomeranzenfarbige Kopf ist mit einem dun-kelbraunen Zangengebiß oder zwey Kinnbacken bewaffnet, und der After ist violcngrau.Ihre Fühlspitzen sind gelbbraun und fünfgliedcrig. Sie gleicht mehrcntheils der Schrö-terslarve, und nährt sich von den Wurzeln des GetraideS, der Gräser und der Feldgar-tengemüße, die sie benagt, und ihren Untergang befördert.
Die Puppe, von unrein röthlichgelber Farbe, ist oft ein Klafter tief in der Er-de verborgen^, wo sie in einem Gehäuse eingeschloffen ist, und überwintert. Die aber,welche sich im Junius oder Julius verpuppen, brauchen nur vier bis fünf Wochen bis zurEnthüllung.
Aufenthalt, Nahrung und Fortpflanzung.
Die Käfer befinden sich im April und May auf Bäumen, wo sie bey Tage, ammeisten aber des NachtS umhcrschwärmen, und die Larven leben an den Wurzeln der Ge-wächse. Die Begattung geschieht im May, und zwar am liebsten in den Morgen- undAbendstunden, bey lieblicher, windstiller Witterung, weil Sonnenhitze, Regen undStürme das Insekt nöthigen, sich zu verbergen. Bald nachher begiebt sich das Weib-chen über oder unter einer Spanne tief in die Erde, die sie mir ihrer Schwanzspitze auf-lockert, um darein seine Eyer, zwanzig bis dreyßig an der Zahl, nicht auf einmal, son-dern