Band 
Erster Theil.
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Die Kleinkäfer

Beschreibung des vollkommncn und nnrollkommne» Insekts.

Er ist kaum zwey Linien lang. Der Körper ist länglich oval und cylindrisch, schmäch-tiger als beym gemeinen Borkenkäfer, bald schwarz bald dunkclkastamenbraun, und mitkleinen Fuchshaaren überall besetzt. Kopf, HalSschild und Fühlhörner sind schwarz, letztre -sind neungliederig, borstcnförmig und an ihrem dreythciligen Knopfe rostbraun. Die glatc-scheinendeu, in der That aber hohlpunktirten Flügeldecken sind nicht abgestutzt, und dieschwarzen Füße sind an den Fußblättern rostfarben.

Die Larve ist schneeweiß mit einem kleinen rostbraunen Kopfe.

Aufenthalt, Schaden und Mittel dagegen.

Der Käser sindet sich nicht nur an schon anbrüchigen Rinden, gefällten Baumstäm-men und Stammenden, sondern er bohrt auch die jungen Föhrenzweige, welche aus demStamm hervortreten, an, daß sie verdorren. Nicht weniger zeigt er sich in unsern Hau-sern an dem hölzernen Gcräthe. Wenn er nicht in großer Zahl, sondern einzeln vorhanden,so wird er, nach Linnens Meynung und Ausdruck im Natursystem, ein natürlicher Wald-gärtner, indem er nur die entbehrlichen Zweige abnagt, wodurch die Stänime desto schönerwachse». Allein mehrere Erfahrungen haben bewiesen, daß seine Gärtnerey nichts tauge,und viel Nadelholz zu Grunde richte.

Man bedient sich gegen ihn der nämlichen Mittel, als bey dem gemeinen Borken-käfer . Besonders leisten hier die Spechte und Kleiber den größten Nutzen.

Wenn er die jungen Föhren angreift, welches gewöhnlich 12 bis 30 jährige Dik-kungen sind, so läßt man die gelbwerdenden Zweige abschneiden, zusammenharken und ver-brennen, und dadurch kann man die angegriffene Waldung erhalten. Thut man dieß nichtbald, so greift er um sich, und verdirbt in etlichen Jahren ganze Distrikte. Wenn mandie Zweige an jungen Föhrendickigen, besonders an den Säumen hin, sieht an den Spitzengelb werden, so ist er gewöhnlich da. Er bohrt sich oben neben der Mayknospe ein, unddie Larve durchfrißt bis zur Verwandlung herabwärtS nach dem Stamm zu, den Zweig £).

B. Die weniger schädlichen.

4. Der Kapuz-Borkenkäfer. Oerrnestes capucinus L.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Er heißt: Kapuz-Schabkäfer, rother Kapuzkäfer, Zopskäfer, Kapuziner, rotherSplintkäfer.

Ocr-

ä) Durch dies Mittel ist im Sommer i8or Gegenden; wo bey keinen angewandten Mit»

auf einem Mein in zischen Forste ei» Di- te!n die schönsten Kieferndickungen sind ver-sinkt erhallen worden. Ich kenne aber auch wüstet worden. D.