Band 
Zweyter Theil.
Seite
310
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ZIS

Die Falter. Erste Horde. Vierte Familie.

Vorderflügel stehen, statt der beyden schwarzen Queerstriche, vier solche Puncte, die auchoben durchscheinen. Das Weibchen schillert gar nicht.

Herr Fabricius eignet dieftm Fairer die Raupe zu, die zu dem vorhergehendengehört. Vermuthlich ist solche derselben selr ähnlich.

Anmerkung. Rösel nahm zu den Abbildungen der tab. 42 , sautcr ausgesuchte große Exemplare.Daher kommt es, daß seine fig. i. unsern Falter größer, als er gewöhnlich ist, darstellt (er gibtjedem Vordcrflügcl eine Länge von einem Zoll und 4 Linien, statt eines Zolls und 2 Linien), unddaß daher alle Autoren diele Abbildung für dir ordinäre Iris hielten, die sie doch wegender Augcnstccken nicht se»» kann.

Aufenthalt. Im südlichen und nördlichen Deutschland , z. B. im sogenanntenParadies bey Jena , in den Darmstavtischen Waldungen, mehrentheils auffrischer Kühdung.Die Raupe äset nach den Wlene- n auf der W e i d e.

7. Der Sahlweidenfalter. Papilio Clytie, Vien.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Brauner Schillet vogel, gelber Schillervogel; misbräuchlich Rothschiller beymGlädbach.

Pap. Clytie Wiener Vz. 321. im Nachtrag.

Clythia S » st e mat. Beschreibung 137. 71.

Iris Iule» Dorkha »seu 1.9. litt.C.

Iris luteus, Espcr I. t. 19. f. 4. Männchen. Und t. 4Z. f. 1. Weibchen»

s. III. t. 42. f. 3. 4. Lauter Männckcn.

.Giadbach t. 33. f. 1. 2 . (Aber nicht f. 3. 4.)

Kennzeichen der Art. Männchen. Wie der vorhergehende in Ansehungder Augen und der Zeichnung, nur sind die Binden gelbbraun, und der Hinterrand aller4 Flügel hat eine Reihe halbmondförmiger Flecken von oben. Die Unterseite ist grau mitweißen Binden.

Weibchen. Wie das Männchen, aber ohne Schillerung.

Beschreibung des vollkommenen Jnsects. Er ist von einer Flügel«spihe bis zur andern z Zoll und eine linie breit, wie der Bachweidenfalter; doch gibt eSauch Stücke von geringerem Ausmaß. Er unterscheidet sich dadurch von ähnlichen Arten,besonders von der nächst vorhergehenden genau, daß alles, was auf den Flügeln desselbenweiß war, hier hellbraun erscheint, und daß die Ränder sämmtlich eine Reihe von hell-braunen Halbmöndchen haben. Bey dem Männchen spielt die graue Grundfarbe auf derUnterseite ins Violette, und die Binden sind weiß. Das unschillernde Weibchen istgrößer und auf beyden Seiten blässer» Der braune Qucerstrcif auf den Hintcrflügeln be-steht aus runden, abgeseßken, zum Theil äugigen Flecken.

Fabricius hält ihn mit Unrecht für eine Varietät des vorhergehenden, und hatden Namen Clytia einer ausländischen unschillernden Falter -Art beygelegt.

Aufenthalt. Der Falter fliegt im Junius schon, auch bey uns, aber in einemZwifchenraum vonmehrern Jahren fehlte er uns wieder. Die Raupe soll der gemeinen

Iris-