Band 
Zweyter Theil.
Seite
314
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Die Falter. Erste Horde. Fünfte Familie.

weiße Queerbinde. Auf den vordem steht gegen den Hinterrand ein eigener weißer Fleck,nach der Wurzel zu noch einer, und dann zwey gegen die Spitze. Am Innenwinkel derHinterflügel zeigt sich beym Weibchen ein kleiner braunrother Fleck. Die Unterseite, wel-che rostfarbig oder orangegclb ist, hat die nämlichen weißen Makel, aber größere, und amHinterrand aller vier Flügel deren mehrere. Daselbst führen die vordem an der Spitze, fowie die Hintern, eine doppelte Queerreihe schwarzer Puncte und schwarzer Striche an derWurzel, die nebst dem Hinterrand der Hinterflügel weißlich blau ist.

Die Raupe derstlben wird durch ihren rothen weißgestreiften, herzförmig getheil-ten und dornichken Kopf, weiße Füße und gleichfarbigen Seitenstreif, und auch dadurchkennbar, daß sie an jeder Seite eine LängSreihe ungleicher, karminrother, und unten aufdem weißen Streif eine Reihe schwacher, weißer Dornen führt; aber das erste Glied istungedornt.

Die grüne, nahe vor ihrer Entwickelung braun werdende Puppe hat 2 Kopfspitzen,die nach unten zugekehrt, und fast als Haafenohren anzusehen sind, mit einem Höcker aufdem Rücken und einigen Silberflecken an Kopf und Brust. Die Puppenruhe währt 14Tage bis 3 Wochen.

A ufenthalt. Der Falter fliegt im Junius und Julius in Wäldern, in derNahe der Bäche, ist zwar minder selten, als der vorhergehende, doch aber eben nicht ge-mein. Die Raupe lebt einsam auf der Heckenkirsche (Lonicera xylosteum etcaerulea), Je länger je lieber (Lonicera periclimenmn), und Geißblatt(Lonicera caprifolium L.).

11. Der Geißblattfalter Papilio Lucilia, Esperi.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Papilio Lucilia System. Beschreibung 145 n. 76.

— — Borkhansen I. 2;. n. 21.

— Camilla Wiener 23 erj. 172. 1.

— — Fab. Entom. II I. i. 246. 767.

— Lucilia Esper I. t. 38. I. 2. Dann tab. ic>6. die beyden Raupen, unh

%. 7. die Puppe.

Bergsträßer nennt sie Orusilla und Scovoli F.ivularis. Fabricius hätte

in seinen Werken Rösels lab. 33, fig. 3. nicht,aklegiren sollen.

Kennzeichen der Art. Falter. Die gezähnten Flügel sind oben bläulich-schwarz, unten zimmetbraun; über die Flügel zieht sich eine weiße Binde, die auf denHintern unterbrochen oder gefleckt ist, und eine einfache Reihe schwarzer Randpuncte.

Raupe. Oben und an den Seiten gelblich grün, unten dunkelroth, mit einemherzförmigen, braunrothen, dornichken oder sieishaarigen Kopf. Auf dem 2.3.;. io. undn. Ring stehen jedesmal zwey grünliche Kolben, die sich purpurroth endigen. Die übri-gen Absätze führen rothe Kolben, die rothgedornt sind. Auf den Seiten zieht sich eineweiße LängSlinie abwärts, woneben auf jedem Abschnitt noch ein Paar ästige, außerordent-lich zarte Dörnchen stehen.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsectö.Dieser Falter hat schwarz und weißgefranzte, schwarzblaue, gezähnte Flügel, die auf der

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