Dle Falter. Erste Horde. Sechste Familie.
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Aufenthalt. Der Falter erscheint schon in den ersten Tagen des Frühlings, zu-weilen schon zu Ende des Februars, wenn die Witterung nur etwas erträglich ist, uns sofort, meist durchs ganze Jahr. Gewöhullch aber findet jährlich eine doppelte Generationstatt, weil er im Julius wieder stiegt. Man findet ihn an bedeckten Stellen der Häuserund Zäune einzeln und gepaart.
Die Raupe nährt sich von dem Laub aller Arten der W e i ch se l b ä u m e, der A e p fe l.Birn- Weiden - Ulmen - mid) der Nordamerikanischen Takamahak- Bäume.
Fortpflanzung. Das Weibchen legt feine zahlreichen Eyer im April, auchnach Belche,ffenheit der Witterung noch später, um die kleinen Zweige, und überzieht siemit einem Firniß , der sie für Frost und feindlichen Thieren schützt und sichert. Die Eyersind «ckwer zu entdecken. In 14 Tagen werden durch einen sehr geringen Grad der Frühlingö-wärme die Räupche» schon aus den Eyern entwickelt, wo sich dann die ganze Brüt gesell-schastilch ein sehr feines Gefpinnst macht, in welchem sie bey einfallender Kälte zwar erstar-ren, an ihrer Gesundheit aber deswegen doch nicht Schaden leiden.
Feinde. Einige Gattungen der Meißen find besonders geschäftig, sie zu ihrerNahrung aufzusuchen, und uns von taufenden dieser schlimmen Fresser zu befreyen, ehe sie nochbeträchtlichen Schaden anrichten können. Innerlich leiden sie durch Fadenwürmer.
Schaden. Dieser ist zwar lange nicht so bedeutend, als derjenige von der Raupedes WeißdornfalkerS (Papilio Crataegi); ob aber gleich die Verwüstungen unsererRaupe seltener sind; so ist sie dagegen sehr gefräßig, und wenn sie in manchen Jahren häu-fig erscheint, den Besitzern der Weichselbäume verhaßt genug. Und da solche sich mitden Knospen der Bäume behelfen muß, ehe noch das Laub hervorbricht, so ist oft derSchade schon da geschehen, ehe wir ein Blatt sehen, und ist beträchtlich, ehe wir noch soschlimme Gäste vermutheten.
Mittel dagegen. Um sie zu vermindern, braucht man zwar die schwer zu ent-deckenden Eyer nicht aufzusuchen, aber doch dann, wenn sie uns das Ohnqerähi vor dieAugen bringt, wird sie jeder gute Oeconom mit dem Zweig abnehmen und ins Feuer wer-fen. Und was ihre Raupengespinnste betrifft, die sich, wenn im Frühling die Bäumenoch blätterlos sind, leicht entdecken lassen; so kann denselben großer Abbruch gethan wer-den, wenn man solche aufsucht, abnimmt und verbrennt oder zertritt. Oder wenn sie ihreletzte Häutung noch nicht überstanden, folglich sich noch nicht zerstreut haben, und oft inganzen Trauben an den schwanken Aesten herab hängen, bietcb sich die Gelegenheit von selbstdar, sie mit dem Aestchen abzunehmen und mit einem Fußtritt zu zernichten.
Anmerkung. Obgleich die mehrere Größe diesen Falter von einem ihm ähnlichen, dem Nesselfalteeoder kleinen Fuchs, Papilio ÜrtieaeLin., dessen Raupe von Nesseln lebt, und der wirklichkleiner und höher von Farbe ist, die ins Zinnoberrothe fällt, auch am äußersten Flügelrand einenweißen, halbmondförmigen Flecken hat; so wird letzterer doch zuweilen mit unserm verwechselt,«nd muß den Schaden, den die Raupe des Kirschenfalters angerichtet, mit dem Leben bezahlen.
Man zählt ihn übrigens zwar zu den dem Obstbau mehr schädlichen Insekten, könnte ihn«der auch unter die beynahe mehr schädlichen Forstinsecken rechnen, weil doch die wilden Obst,stämme auch durch ihn leiden.
14. Der