Band 
Zweyter Theil.
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378
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vrriTe «poct'e ver Phalänen , die Spinner. Vierte Familie.

6) Der Himbeerspinner, Ph. Bomb. Dominula , Vien., Noctua, Lin., Eschen«spinnet, Hundszungenspinner, Jungfer, Specht , liebreicherBär. I» den Linne"-, Diener, Fa-bricius-, Borkhausen-, Gledilsch- (I. 342.), Esper-und Rös lschen (II>. tab.47.) Schriften. DieDorderflügel sind grünschwarz mit Seidenglanz , n it gelben oder weißen Flecken: die Hlntcrflü«gel zinnoberroth, mit schwarzen ins Blaue spielenden Flecken. Die Flügelbreite beträgt 2 Zollund 1 bis 2 Linie». Seine sehr schöne, vielfräßigc, schwarzhaarige, nnt drey gelb und weißenLinien gefleckte, auf jedem Rmge mit zehn starkbehaarten Knöpfen bezeichnete Raupe ist vor-züglich auf der Hundszunge, den Kleeartcn, dann auf Taubnesseln, Katzengesicht(Galeopsis I,.), "gröbceren, Brombeeren, Himbeeren (weswegen ihrer hier ge-dacht wird), und endlich nur durch eine Ausnahme, ehe der überwinterten Raupe ihr eigentlichesFutterkraut herangewachsen, auf den Knospen der Wollweide, Eschen und Dogelbeerbanme, imApril vorhanden, um sich im May einzuspinnen. Die Puppe ruht 4 Wochen, und der Spin-ner erscheint in der ersten Hälfte des Junius.

e) Der Kienscbrotenspinner, Ph. B. Purpurea, Lin., Megerkcautspinner, Pur-purbär, Fünfbär, 8-Bär, Purpurphaläne, Sternkrautspinner, in den Linne'-, Wiener, Fa-bricius-, Borkhausen, Gleditsch (II. 252.), Esper- und Röselschen (I. 2. Cl. tab. 10.) Schriften.Die Vordcrflügel sind gelb, mit braunen Flecken; die Hintcrflügel hocbrvrh , mit schwarzen, insBlaue spielenden Flecken. Das Ausmaß ist 2 Zoll 1 Linie. Seine wie Marum verum riechende,rauhe, graue, mit drey Reihen weißer Flecken und borstigen Düschelhaaren gezierte, bald fuchs-roihe, bald gelbe, bald weiße Raupe äßet sich auf Sternkraut (Galium Lin.), Kien-schroten, das ist, Besenkraut, auf Wegetritt, Odifen und Hundszunge, undvielen andern, niedrigen Gewächsen, und aus Noth und Mangel obiger Kräuter an Stackel«beersträuchen, jungen Eichen- oder auch zarten P a p p e l b a u m k n 0 sp e n, nack> ihrer Ue«berwinterung im März, worauf sie im May erwachsen ist, um sich in einem weitlaustige» Ge-webe zu verpuppen. Die Ruhe währt 3 Wochen. Die Erscheinung des Spinners erfvlqk imJunius, oder spätestens im Julius. Sein Reinigungssast bey seiner Hervorkunft ist eine fleisch-farbene Feuchtigkeit.

f) Der Schwingelspinner, Ph. B. Grammica , Lin., Streifflägel, Eichhörnchen,in den Linne"-, Wiener, Fabricius-, Borkhausen-, Esper- und Röselschen (IV. tab. 21. fig. a - d.)Schriften. Die schmalen Vorderflüqcl sind ockergelb, mit schwarzen Streifen; die Hinternorangegelb, mit einem schwarzen Saume. Die Flügelbreite macht 1 Zoll und 5 Linien. Seinegeschmeidige, schwarzbraune, mit einer rolhgelben Rücken - und. einer beyderseits weißen Seiten-linie gezierte, auf jedem Ringe mit vielen rothbrauneN Knöpftn besetzte und rothfüßige Raupeist nad> der Ueberwii'terung aufdcm Heidekraut ((pca vulgaris ), Beyfuß, Wegerich,Mäusöhrlein, Sternkraut und weichen Gräsern, wieouch, aber selten, durch eineAusnahme und gegen die Regel, auf Eichen und Schlehensträuchen, nach Hrn. Esper,im May anzutreffen. Sie verwandelt sich mit oder ohne Gespinnst zu Anfang des Julius, undruht als Puppe ir Tage, bis 3 oder 4 Wochen. Zu Ende des Julius erscheint das vollkommeneZnscck. Sein Flug erfolgt oft bc» Tage, aber schwer und flatternd. Im S tzen sind seine Flü-gel um den Leib gerollt, und er könnte für einen Fabriciusischen Flachflügler passwen.

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