Band 
Zweyter Theil.
Seite
389
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Erste Horde der Phalönm, d/e Spinne?. Siebente Familie. 3S9

37, Der Rosenweidenspinner. Phalaena Bombyx Curtula, Lill. Ana-choreta, Esp.

Namen, Schriften und Nachmessung der Abbildung.

Kürzester, rother kurzasteriger Nachtfalter, rothgelber Erpelschwanz.

* Phalaena Bombyx Curtula Lin. 323. 52. Müller 66Z. 52.

— — — Wiener Vz. r. '

Bombyx — Fabr. Ent. III. 1. 447. 123. War in dessen 8ylr.

entorn. und in den Spec. infectorum auf Linne"<Veranlassung mit den beyden folgenden verwech-selt worden; auch in der Ent. III. bedürfte sie ei-ner verbesserten Diagnose.

Fhal. Bomb. — Dorkhaus. III. ZZ8. ir/.

— ' — Anachoreta Sfper t. 51. f. 5. Und r. 86. 5 . 6. 7. Raupe w.

— — Curtula Schwarzens Deytr. 1793. tab. 17. fig. 1— 4. mit

Raupe.

Kennzeichen der Art. Spinner. Die ockergelben Flügel sind dachig;die vordem haben vier weiße Queerstreifen, und an der rothbraunen Flügelfpitze eine schwarzePunckenreihe; die Fühlhörner deö Männchens sind gefiedert, die des Weibchensaber fadenförmig.

Raupe. Grau, fein-und dünnbehaart, mit einer schwarzen Warze sowohl aufdem dritten, als vorletzten Gliede; über den Rücken geht ein rökhlicher Streif, und in denSeiten sind rothe Puncte. Sie variirt sehr.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Dieser Spinner, der kleiner als der vorhergehende ist, hat eine Flügelbreite von i Zollund 2 Linien. Das Ockergelbe der Flügel fallt ins Fleischfarbene, und ihre 4 weißenQueerstreifen haben nicht gleiche Richtungen. Die in einem weiten Raume roth gefärbteFlügelspitze hat einen Streifen von zusammengereihken schwarzen Puncten, die zwar ver-blichen sind, .sich aber doch über die Gränzen deö Raums ganz durchziehen. Die Hinter-flügel sind blasser gefärbt, und eben so die eben nichts Auszeichnendes habende Unterseitealler Flügel und das ganze Jnsect, doch so, daß das Bruststück über den Kopf mit einemgroßen rothen Flecke geziert ist. Der Schöpf deö Afters ist beym Männchen mehr unddeutlicher getheilt, als beym Weibchen, das an sich größer und mir fadenförmigen Fühl-hörnern versehen ist, statt deren das Männchen gefiederte hat.

Die Raupe ist grau, feinbehaart, mit einer schwarzen Warze sowohl auf demdritten, als vorletzten Gliede; über den Rücken geht ein röthlicher Streifen, und in denSeiten sind rothe Puncte. Sie variirt auch mit einem ins Gelbe fallenden grünen Grunde,braunem Kopfe, und vier aus blaßgelben Flecken gebildeten Längsreihen; desgleichen zu-weilen mit schwarzen Seiten-Atomen. Sie lebt zwischen zusammengesponnenen Blättern,worin auch ihre Verwandlung, wenn sie theils im Anfange des Julius, theils wieder imAugust und September erwachsen ist, erfolgt. Ihre glänzende, braune, hinten gestieltePuppe ruht in der einen Periode nur 14 Tage, in der andern aber 7 Mouate. Es ist dochetwas Eigenes und Sonderbares, daß die Efpersche Abbildung und Beschreibung der Raupeeben dieses Spinners wieder von der Fabriciusischen und Borkhausenschen abweicht.

Ddd Esper