42 2 Erste Horde der Phalänen, die Spinner. Zehnte Familie.
zen Ringeinschnitten, und eilf schwarzen viereckigen Sammetflecken über den Rückenund blauen, gelbgestrichten und gelbpunctirten Seitenflecken. Ihre Haare sind pacchien-weis vertheilt. Der wie eine gedrückte Kugel aussehende Kopf scheint an jeder Seite 6 Au»gen zu haben, und die Füße sind dunkelockergelb. Von ihrem langsamen Gang benanntesie Esper: leniixes, trägfüßige. Die Verpupp mg dersiiben in ein m eyförmigcn, glat-ten, bald weißen, bald braunem Gehäuse, welches sie mit ihren eigenen Haaren inwen»big auslegt, und welches in der 'Leite ein Luftloch und am Ende einen Deckel hak, fangt inden ersten Tagen des IuniuS an, und geht langsam von statten. Die Puppe ist so weich-schalig wie die von Rimicola, von Farbe zimmerbraun, mit 2 kleinen Warzen am 5. und6. Ring und einer stumpfen Schwanzspitze. Ihre erste Beschreibung hat man, nachdemsie bereits den Wienern schon bekannt gewesen, dem Professor Knoch zu Vraunschweig zuverdanken, der zuweilen 2 Raupen in Einem Gewebe steh einspinnen sah.
Aufenthalt. Der Spinner, dessen Raupe man vor 2 Jahren das erstemal hiervorfand, kommt zu Ende des Septembers °) hervor, und feine Raupe äßet sich auf S 6) l e h e n,Birken, bey uns auf Obst und Elchen, und bey den Wienern auch auf Holzbirn.
44. Der Hagedornspinner. Plialaena Bombyx Crataegi, Lin.
Namen, Schriften und Nachwcisung der Abbildung.
Dorneule, Wcißdornspinner, Gabelschwanzspinner, Weißdornspinnmotte, Hage»dornnachtfalter, bandirter Wollkräger.
Phalaena Bombyx Crataegi, Lin. 823. 48. Müller 666. 48.
— — — Wiener Verz. 58. m 8.
Bombyx - — Fab. Ent. III. i. 460. 166.
Phalaena Bombyx — Borkha.usen III. 117. 34.
■ — — Gl e d i tsch II.158.
_ — — Esper III. t. 45. k. 1—6. mit Raupe.
Kennzeichen der Art. Männchen. Die Flügel sind dachig; die weißlichenetwas schwarzbestaubren vorder» haben eine mehr oder weniger schwarzbräunliche, gezackte,und scharf begränzte Queerbinde, hinter welcher i bis 2 nebelichte oder verblichene Zackenli»nien folgen; die Fühlhörner sind kammförmig und weißgestielk.
Weibchen. Größer, grauer, sonst eben so gezeichnet, als daö Männchen, abernicht deutlich begränzt. ^ Der Hinterleib ist dick und wollig.
Raupe. Bläulichschwarz und dünn behaart; jeder Ring zeigt eine weißendergelbe Binde zwischen 2 ziegelrorhen Knöpfchen, darauf steife Haare stehen; in den Leitenläuft eine weiße Längs-Fleckenlinie.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Das Männchen mißt l Zoll und 2 Linien, und alle seine am Hinterrauv mit dunkeln Punc»ten besetzten Flügel sind in ihrem Zuschnitt mehr geründet, als beym Weibchen. Seineweißlichen, etwas schwarzbestäubten Vorderstügel haben eine mehr oder weniger schwarz-bräunliche scharfbegränzte Zackenbinde, hinter welcher 1 bis 2 nebelichte oder verblicheneZackenlinien folgen; die kammförmigenFühlhörner sind weißgestielt. DieHinterflügel sind
grau;
*) Bey mir am 28. September. Sch.