Erste Horde der Phalänen, die Spinner. Zwölfte Familie.
Fruchtbarkeit, indem Kleemann 1764 am 22. Junius von einem Weibchen über eintausend Eyer erhielt, müssen doch unbekannte Ursachen mitwirken, daß sich die Raupe nichtzu arg vermehrt. Auch ist es ausgemacht, daß, wo sie einander zu nahe kommen, sie sichtödtlich verwunden und sogar auffressen.
Schaden. Ost findet man von ihnen die Sageblöcke durchlöchert. Der Scha-den, den diese Raupe nicht nur in den Forsten, sondern auch in Baumgärten verursacht,indem sie die Stämme so durchstißt, daß sie leicht ausgehen, oder bey mäßigem Sturmumfallen, wird dadurch vergrößert, daß sie gegen das Beyspiel vielleicht aller übrigen Rau-pen gegen drey Jahr alt wird, ehe sie sich verpuppt "). , Dabey hat sie ein so zähes Leben,daß sie nach Lyonnets Versuchen ohne Schaden etliche Stunden lang in luftleerem Raum,und mitten im Sommer fast z Wochen lang unter dem Wasser ausdauern kann.
Mittel dagegen. Es sind uns bisher keine bekannt geworden, unsere Stämmevon dieser dem Gaumen der alten Römer bey ihren Mahlzeiten so delicat gewesenen Raupe,wenn sie anders der Coslus des Pliniuö wirklich seyn sollte, zu befreyen.
50. Der Roßcastankenspinner. Plialaena Bombyx Aesculi, Vien.
Noctua, Lin.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Pferderastanienspinner, Lindenbohrer, Lindenholzspinner, Blausieb, großesBlausieb, blaupunctirter Spinner, Tieger, Puncteule.
PhaTaena Bombyx Aesculi, Wiener Vcrz. 60.3. nebst Abbildung auf dem Titelkupfer.Phal. Noct. — Lin. 833. 83. Müller 679. 83.
Hepialus — F a b. Spec. insect. II. 208.5.
Bombyx — F a b. Mantilia II. 116.85.
Cossus — Fab. Ent. III. 2. 4. n. 4.
. Pbal. Bomb. — Bork Hausen m. 363. 136.
Brahm Ins. H. Z8Z- 260.
Gleditsch L Zi2.
Nau Forstwiffcnsch. 298.
— — — Beschäftigungen der Berliner Gesellschaft naturfov
schender Freunde m. 1.1. f. 1. 2. von L>. Kühn.
— — — Espcr in. t. 62. k. 2 — 7. mit Raupe.
— — — Naturforscher All. t. 2. I. 7. Weibchen-
R ö se l in. t. 48. fig. 5. 6. die Raupe.
— Noct. Pyrina
— Bomb. Aesculi
Kennzeichen der Art. Spinner. Die Flügel sind dachig, die vorder»schmal, die Hintern kurz; alle glänzendweiß, dünn beschuppt, mit unzähligen schwarzblauenPuncten besetzt; der Vorderleib hat sechs dergleichen Flecken. Die Fühlhörner sind gebro-chen, beym Männchen zur Hälfte gefiedert; das Weibchen ist größer.
Raupe. Träge, dick und hochgelb, mit erhabenen schwarzen Puncten, ausderen jedem ein einzelnes Haar hervorsteht. Der Nackenschild und der letzte Ring sindmattschwarz.
Be-
0 Vor etlichen Zähren hatten mir diese Raupeneinen Thomas-Birnbaum so durchlöchert, daßer von einem Sturmwinde in der Mitte entzwei)gebrochen wurde. Es fielen gleich 5z Raupe»
heraus, und beym Zersäge» und Zerspalten derobern Hälfte (die untere steht noch und istwieder ausgeschlagen) fanden fich Noch 21zRaupen. B.