Band 
Zweyter Theil.
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Erste Horde der Phaläncn, die Spinner. Vierzehnte Femilie.

Kennzeichen der Art. Spinner. Die Flügel sind dachig, die vordemgrau, mic vielen, sehr kurzen, kiefschwarzen Längöstricheichen. Der Hinterrand zeigt einewelße gezückte Queerlinie; die Hinterflügel führen eine schwarze Punctreihe am Hinterrande.Nur daö Männchen hat gefiederte Fühlhörner.

Raupe. Am Kopfe gelblichgrün, am übrigen Körper weißblaulichgrün, welchesbey ihrem erwachsenen Stande inö Gelbliche übergeht. Sie unterscheidet sich von anderndurch die fiencherne Erhabenheit am letzten Ringe.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnsectS.Der Spinner mißt i Zoll und loj Linien, und seine grauen, mit vielen, sehr kurzen,kiefschwarzen Längsstrichelchen bezeichneten Vordcrflügel sind schmal und gleichbreit, an de-ren Hinterrande eine weiße, mehrentheils undeutliche Zackenlinie hinläuft. Die Hinter-fiügel zeigen eine schwarze Puncrenreihe am Hinterrande. Die graue Unterseite zeigt außerder durchscheinenden Puncrenreihe auch einen schwarzen Miccelfieck. Der mit drey matt«schwarzen Längslinien bezeichnete Brustrücken ist nebst dem Hinterleibe haarig und schmu-higgrau. Die langen Fühlhörner sind beym Männchen weiß geschuftet und gelbbraun gefie-dert. Unter den Varietäten giebt eö auch hellere, bald wieder dunkelgraue, baldbraune Stücke.

Von der 1 Zoll und 4 Linien messenden, großköpfigen Raupe und ihrer Stellung,da sie den »ordern Körper in die Höhe richtet und gleichsam die Gestirne anschaut, erhieltdas Justct den Namen Casiinia, desgleichen wegen eben dieser Stellung, und der ganzenfleischichten Erhöhungen» Asrer, worin sie einigermaßen den Schwärmerraupen gleicht, denNamen Sphinx bn)m Hufnagel und Efper, darf aber nicht mit der Caflinia Esperiund des De Villers vermengt werden. Sie ist am Kopfe gelblichgrün, am übrigen Kör-per weißblämichgrün, welches bey ihrem erwachsenen Stande ins Gelbliche übergeht. ImMay ist sie ausgewachsen, und hat nicht, wie Rösel sagt, einen weißen und vier gelbe,sondern drey weiße und zwen gelbe LängSstreifen. Auch ist sie, ob sie gleich ganz glattscheint, doch mit einzelnen Härchen bewachsen. Die bey dieser und fast allen Raupen vor-kommenden 6 Puncte an jeder Kopfseite sieht man nicht mit bloßen Augen, und sie pstegenwieder zu vergehen. Klecman n hielt sie immer für wahre Augen: man kann solches abernicht mit Beweisen darthun. Sie verpuppt sich zu Anfang oder in der Mitte des IuniuS(später wohl nicht) in der Erde in eine anfänglich grüne, nachher rothbraun werdendePuppe, die sich in der Regel zu Ausgang des OccoberS, außer der Regel auch nachEspers und Borkhausens Wahrnehmung im Frühjahr entwickelt, und im erstenFall 4 bis , im zweyten 1 1 Monate ruht.

Aufenthalt. Der Spinner erscheint jährlich nur einmal zu Ende des Octobersin Wäldern und Gärten. Die weiche Raupe lebt vom April bis Junius auf Eichen,Linden, Wollweiden, nach Brahm auch auf Ulmen und Liguster, nach Klee-mann zuweilen auf Pfirschen; auch fand sie Esper, wiewohl seltener, auf Kir-schen und Buchen. Mir (Scharfenberg) gelang es anfänglich so wenig, wie dem sek.Brabm, sie ganz zu erziehen, indem die Stücke entweder über dem Verpuppen, oder nach-her im Puppenstande selbst, zu Grunde gingen, bis eö mir ,79; glückte, eine auf Birn-

Kkk und