Band 
Zweyter Theil.
Seite
439
JPEG-Download
 

439

Erste Horde der Malarien/ die Spinner. Vierzehnte Familie.

55. Der Ahornspinner. Plialaena Bombyx Plumigera, Vien.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Federbuschspinner, großer Schnurrbart.

Phalaena Bombyx Plumigera Wiener Verj. 61. 2 .

Bombyx — Fa b. Ent. III. 1. 46a. 174,

Piial. Bomb. — BvrkhausenUl- 44;. 172.

— — — Esper Spinner r. 50. k. 6. 7.

— — — Sch warzens Deylr. r.iz. mit Raupe, Puppe'.k.

Naturforscher III. r. i. f. 2. aber abgestaubt.

Kennzeichen der Art. Spinner. Die Flügel sind dachig, dünngeschuppt;die vordem schmal, gelbbraun, mit etlichen schwärzlichen Adern durchgezogen; durch dieMitte zieht sich ein sattgelber Streif, und gegen die Flügelspitze einige gelbliche Flecken. —:Die Fühlhörner des Männchens sind stark gekämmt.

Raupe. Schlank, gelblichgrasgrün, mit einer dunkeln Längölinie über den Rü-cken und 2 weißlichen Streifen.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Dieser Spinner, der von seinen außerordentlich starken Fasern an den Fühlhörnern desMännchens den Namen Federbuschspinner, Plumigera, erhalten hat, mißt nach seiner Flü-gelausbreitung 1 Zoll und 3i Linien. Die Vorderstügel sind schmal, gelbbraun, mit etli-chen schwärzlichen Adern durchzogen; durch die Mitte zieht sich ein stittgelber Streif, undgegen die Flügelspitze einige gelbliche Flecken. Die Hinkern sind einfärbig gelb, wie derKopf, der wokiichte Rücken, Schenkel und die ganze Unterseite. Der Hinterleib ist gelb-lich. Bey hellbräunlichgelben Varietäten ist die dunkle Binde ausgeschweift, und hinterihr eine schmale, hellere; bey andern ist die Queerbinde schwärzlich auf rostfarbigemGrunde. Fabricius hatte auch ganz rostfarbene Stücke.

Die zuerst von den Wienern entdeckte, von Vieweg, delmMcfaffer des tabella-rischen V rzeichniffes, beschriebene, und von Schwarz gemahlte Raupe hat auf demgrasgrünen Rücken eine dunkle Linie und auf jeder Seite einen weißlichen Streif. Daßdie Wiener Entomologen der Hellern Streife fünf zählten, kann daher kommen, daß viel-leicht bey manchen die dunkle Mittelrückenlinie durch eine helle getheilt, und daß neben demStreife an jeder Seite auch noch unten die Streifen am Bauche mitgezählt wurden. Siekriecht im Junius in die Erde, um sich in einem Gehäuse zu verpuppen, und nach einerviermonatlichen Ruhe zu entwickeln. ,

Aufentha lt. Der Spinner ist zu Ende des Octobers jährlich nur einmal vor- 'Handen. Kühn fand ihn bet, Eifenach in einer Felsenkluft. Die Raupe nährt sich aufAhorn, Maßholder (Acer campestre L.), Sahlweiden und Birken; desgleichen hartesie D - zol d b.'ii Römbil» auf niedern Gewachsen, nämlich auf dem gemeinen Hahnenkamm,Bstinanthus crista galli L. , angetroffen und damit erzogen.

Kkk 2

Fünf»