Band 
Zweyter Theil.
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Erste Horde der Phalänen / die Spinper. Achtzehnte Familie.

dunkler ist und auf dem z. Ring eine warzige Erhöhung. Sie richtet gerne Brust undSchwanz in die Höhe. Zur Verwandlung verfertigt sie sich ein röthlichbraunes Gespinst aufeinem zusammengerollten Blatt, worin die von der ersten Brüt herkommende, blau be-staubte, mit vier Haken am Ende versehene Puppe von lichtbrauner Farbe bis zur Entwicke-lung im Sommer 14 Tage, die von der zweyten aber, wegen ihrer Ueberwinterung, ; Mo-nate ruht.

Aufenthalt. Der Spinner erscheint nach B r a h m jährlich zweymal, nämlichtheils im April oder May, theils im Julius an Eichen und Buchen, wo seine Raupesich nährt, die Esper auch auf Weiden und Schlehen fand.

79. Der Birkenbuschspinner. Plialaena Bombyx Harpagula, Esp.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Brauner, gelbfleckiger Sichelspinner.

Phalaena Harparia, FaJj. Supplem. S. 44g.

Phalaena Bombvx Harpagula, B 0 rk h. III. 53. 11. g.

>— — 4 — E sp e r III. t. 73. f. 1. r.

Kennzeichen der Art. Spinner. Die Flügel sind dachig, die vordem sehrstark gesichelt und ockergelb; sie haben in der Mitte einen größern dunkelbraunen, aus dreyzusammengesetzten, fast runden Flecken, und gegen den Hinterrand eine mondfürmig gezo-gene Binde von schwarzen, winkelichten Flecken, die beym Männchen mit Stahlblauausgefüllt sind. Die gelbbraunen Fühlhörner sind beym Männchen gefiedert, beymWeibchen fadenförmig.

Raupe. An Gestalt der vorhergehenden ähnlich, nur vornen her nicht sehr zuge-spitzt. Sie ist noch nicht abgebildet. .

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Dieser ockergelbe Spinner, der i Zoll und 4 Linien Flügelbreite hat, und durch eine tiefeindringende Krümmung sichelförmig ausgeschweift ist, zeichnet sich als ein schöner Schmet-terling durch die mit stahlblauen Flecken besetzte, mondsörmig gezogene Randbinde aus.Auf den drey Flecken, die zusammen einen großen runden dunkelbraunen bilden, stehneckige hellgelbe Tüpfelchen. Zu der übrigen Zeichnung gehören die vielen geraden und kap-penförmigen Streifen und Flecken von bräunlicher Farbe. Die Hinterflügel und die ganzeUnterseite sind einfarbig. Kopf, Vorder- und Hinterleib sind ockerbraun. Die gefiedertenFühlhörner machen das Männchen kennbar. Bey dem etwas größer» Weibchen fehlt ent-weder das Stahlblaue ganz oder zum Theil. Anstatt desselben sind zwey Zackenlinien sicht-bar. Die Hinterflügel haben dunkle Wifchlinien.

Die Raupe, welche Herr Jung auf Birken entdeckt hat, ist noch nicht beschrie-ben und abgebildet, soll aber der vorhergehenden ähnlich seyn. *) Zur Verwandlung webt

sie

*) Fabricius beschreibt sie a. a. O. nach Clair- spihtem Kopf, zwey Dornen auf dem Border-ville Angabe, als zicgelfarben, mit etwas ge- rücken und einer Schwanzspitze versehen.