;o6 Zweyte Horde der Phatänen, die Eulen. Sechste Familie.
die 2 weißen Narben mit schwärzlichen Ringen stehen. Die erste weiße Narbe scheint dar-um so groß, weil sie aus 2, nämlich der gewöhnlichen Ringnarbe mit einem schwarzenPuncte und einer angehängten unregelmäßigen Narbe mit einem Strich, besteht; diezweyke.weiße ist nierenförmig, inwendig mit einem schwärzlichen Halbmond. In der Nähe •des Hinrerrandeö entdeckt sich eine Reihe weißer Puncte. Nicht nur der Vorderrand unddie Franzen des Hinterrandeö, sondern auch die Sehnen sind schwarz- und weißpunctirt.Die beym Männchen weißen, beym Weibchen bläulichen, fast unbestäubren Hinterfiügelhaben einen schwarzgezeichneten unterbrochenen Saum, und nahe am Schwanzwinkel einAusrufungszeichen. Auf der Unterseite sind die Vorderflügel gegen die Spitze und derHin-terrand schwärzlich, gegen den Vorderrand schwarzgefieckt, und gegen den Jnnenrand bläu-lichweiß, mit einer schwärzlichen O.ueerbinde und durchleuchtenden Flecken; die Hintern sindweiß und hellgrau gewässert, mit schwarzen Randstrichelchen. Kopf, Fühlspißen und Füßesind weiß und schwarzbunt; die Fühlhörner braungrau und an der Wurzel weiß; Halskra-gen und Vorderrücken weiß mit brauner Zeichnung; Brust und Hinterleib sind grau oderbläulich mit schwarzen Büschelchcn auf jedem Gelenk, die sich beym Verfliegen verlieren.Bey Varietäten laufen am Hinterrand 2 feine schwarze, und zwischen ihnen eine weiße Li-nie hin, und durch die Hinterflügel zieht sich eine Bogenreihe schwarzer Flecken.
Die dunkelgefcheckte Raupe mit 2 schwarzen Wellenlinien in jeder Seite undvier Spitzen über dem After, gleicht in etwas derjenigen des Albernfpinners (Phal.Bomb. Populi), und ist noch nicht abgebildet. Sie verbirgt sich des Tages über unterden Rinden und Ritzen der Bäume. Bey mir (Scharfenberg) verpuppte sie sich in einemhellen Gewebe am 22. September 1798, ruhte 9 Monate und entwickelte sich in dem dar-auf folgenden Jahr zu Anfang des Julius.
A u fe n t h a l t. Die Eule erscheint also zu Ende des Junius und Anfang des Ju-lius in Garten undVorhölzern, aber allemal höchst selten. Die Raupe lebt auf Holz-birnen, zuweilen auf Aepfeln und Schwarzpappeln.
Dritte Linie. Die Raupen haben am Hinterleibs eine stumpfe Er-höhung.
Anmerkung. , Die hierher gehörige, schön gepichte Drombeer eu l e, T. N.Fatis, Lin., Braun»auq, Eulcnphalane mit rosenrokben Makeln, Brombecrwotle, Münzvoael, Batisnachrfalter,die in den Linne'ischen, Wiener, Fabricius-, Borkbausen -, Gledi sck- (II. S. 259.), Esper-und Nöselschen Schriften (IV. t, 26. f, A. B, C.) vorkommt, lebt auf Forstunkräutern. Sieist kammrückig (nicht glattrückig, wie Linne^ glaubte), mit dackigen Flügeln, und ihre grünlich-braunen, mit den gewöbnlichen, kaum sichtbaren Narben versehenen Vorderflüg'l haben fünfschöne, roscnrolhe, weisieingesaßte Makeln, wovon r am Vorderrand, eine große und kleine amZnnenrand, und eine große an der Wurzel siebt; die H »ierstüqel sind bepm Männchen hellocker-gelb, bepm Weibcken aschgrau und nach bluten zu dunkler, Das Ausmaß dieser bey uns kaumeinmal in roZabren gesehene» Pbaläne beträgt Zoll. Zhre ebenfalls i'° Zoll lange, nackte,braune, rostfarben gescheckte Raupe mir gekerbtem Kopf hat hinter dem Hals einen zweyspchi-gen Höcker, und hinter demselben noch s andere, und vor dem Hintern eine stumpfe Erhöbt,ng