Band 
Zweyter Theil.
Seite
508
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Zweyte Horde der Phalärien, die Eulen. Sechste Familie.

glänzend und gelbgemischt. Die Nierennarbe mit ihrem Möndchen scheint hier gelblichdurch. Die graugelben Hinterflügel dieser Seite sind zur Hälfte, nämlich am Dordecrand,dunkelbraun bestäubt; die Sehnen, der Mittelpunct und wie Saumbinde am Hinterranl»sind schwarz. Alle vorder» Theile der Phaläne sind dunkelschwarzbraun, wie die Vorder-flügel, und der auf allen Ringen mit Haarbüschen versehene Hinterleib ist aschgrau mitBraun angeflogen. Die Fußblätter sind braun und rostgelb geringelt.

Die nackte, bald hell-, bald dunkelgrüne, bald bräunliche Raupe hat einen grü-nen oder braunen Kopf und blaugrünen Bauch, ferner eine weißgelbe Rückenlinie und zweysehr feine schwarze Parallellinien an jeder Seite. Der erste Ring hat ein viereckiges,schwarzgrünes, helleingefaßtes Schild, der vierte und fünfte Zwey schwarzgrüne, Helleinge.faßte Triangelflecken, der letzte einen gleichfarbigen ovalen Fleck auf der stumpfen Erhöhungdes letzten Absatzes. Vom Bauch laufen weißliche, nach vornen grünbeschattete Schrägs-striche von hinten vorwärts zu bis an die eine Seitenlinie, und von der andern wieder der-gleichen SchrägSstriche nach hinten, so daß die Raupe dadurch ein geschupptes oder gerau-teteS Ansehen erhalt. Sie verwandelt sich nach einer fünfmaligen Häutung in der Erde,nicht blos, wie Rösel glaubte, sondern in einem gewebten Gewölbe, zu Ende deckHerbstö in eine glänzendrothbraune Puppe mit einem Häkchen, um 8 bis 9 Monate zuruhen.

Aufenthalt. Die Eule erscheint im Junius oder auch zu Anfang des Julius,und ihre Raupe, weiche vom August an bis in den späten Herbst vorkommt, weidet aufvielen Pflanzen, als Flohkraut, Weiden, schwarzem Hollunder, Traubenhol-Zunder, Brennnesieln und Himbeer, und auf Gemüsen in Gärten.

Fortpflanzung. Das Weibchen legt im Julius oder August an vier« bis fünf-hundert Eyer zusammen, doch niemals auf Eine Pflanze, sondern schnurweise an die ein.zelnen Fäden der Winkelspinnen in Gärten, um bey ihrer Entwickelung sogleich überallNahrung zu finden. Die Raupe kommt nach i6 bis i? Tagen aus dem Ey, läßt sich so-gleich an einem auö sich selbst gezogenen Faden in die Tiefe hinab, um ihren Feinden, denSpinnen, zu entgehen, und sich Nahrung zu suchen. Man vergleiche KleemannöNoten zu Rösel a. a. O. Seite 175.

Schaden. Dieser bedeutet bey Forsten nichts; aber in Gärten ist er schon, wennsie überhand nehmen, in Ansehung der Gemüse wichtiger; doch erscheint diese Phaläne sel-tener. Linne' irrt, wenn er, so wie Fabricius, behauptet, daß die Raupe zu denden Obstgärten dmch ihre Gefräßigkeit nachtheiligen gehöre.

Siebente Familie.

Wellenstrichraupen. Glänzende Eulen.

Die Raupen haben auf dem Rücken beyderseits eine wellenförmige Linie, oderdarneben auch einige sehr feine Haare. Die Verwandlung geschieht an der Erde ineinem mit Erdkörnern vermengten Gespinste. Die Eulen haben abhängende, das ist da.

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