Band 
Zweyter Theil.
Seite
510
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jio Zweyte Horde derPhalänen, dle Eulen. Siebente Familie.

Die ihr zugehörige Raupe ist zwar nackt, hak aber unter der Vergrößerung docheinzelne Härchen, und die drey ersten Absäße sind nicht, wie die übrigen, meergrün, son-dern grasgrün. Sie hat eine weiße Rücken- und eine dergleichen Längslinie auf jeder Seite,zwischen welchen auf allen Ringen weiße Pünctchen stehen. Die Richtung und Ordnungdieser weißen Tüppeln ist so : Eine gerade Punctenreihe ziert den ersten Absah, eineSchragS-rcihe den zweyten und dritten, eine kreuzweis gerichtete den vierten; vom fünften biö zehn-ten sind die Puncten kleiner, und stehen in schrägen Reihen. Von der pyramidenförmigenSpihe laufen drey weiße Linien nach dem After zu. Es gibt, nach Herrn Meyers Be-obachtung in Fü eöly's Magazin, Varietäten, wo dieTüppelchen a» der Raupe alle gelb,oder nur ein kleiner Theil davon gelb sind. Nach ihrer Entwickelung aus dem Ey häutetsie sich vor dem Winter zweymal, das drittemal aber im Frühling, wo sie zu Ende desMayS schon ausgewachsen ist. Sie hat die Gewohnheit, aus den Bauchfüßen zu ruhen,wie der Erlenspinner, und das Hintertheil in die Höhe zu richten. Ihr Gespinst legt siezu Anfang des Junius zwischen Blättern an. Ihre dunkelbraune Puppe hat tiefe Ein-schnitte, und sie ruht g bis ; Wochen. Brahm wird wohl irren, wenn er 2 Generatio-nen annimmt, wo die Phaläne zuerst im April erscheine, und deren Raupe im May erwach-sen sey, und hierauf im Puppenstand 4 Wochen zubringe; die zum zweytenmal in der erstenHälfte des Julius erscheinende Phaläne liefere die im Herbst vorhandenen Raupen, die nochvor Winters sich verpuppen sollen. -

Aufenthalt und Fortpflanzung. Die Eule erscheint km Julius oder August,vnd besucht unsere Wohnungen zuweilen; ihre Raupe äßet auf Wallnuß (Juglans re-gia ), Sirenen (Syringavulgaris), Eichen, Haseln, Pflaumen, Hecken-kirschen, Geißblatt, Je länger je lieber (Lonicera periclimenum), nachKleemann auch auf Pfirschen, Kirschen und Johanniöbeer auf der obernBlattseite, im May; nach Brahm auch auf Ulmen, Weiden, Pappeln, Ligu-ster und Obst bäumen.

Kleemann hatte in einer weiblichen Phaläne etliche hundert Eyer gefunden,welche mit i2 Rippchen und Vertiefungen umgeben waren, und einzeln an die Knospengelegt werden, die im Herbst noch Laub treiben.

HO. Die Ilmeneule. Phalaena Noctua Cinnamomea, Göz.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Rarer Flammensiügel, zimmetfarbige Eule, Belleneule.

Phalaena Noctua Cinnamomea Goeze Entomologische Beyträge III. Z. S. ro;.

n. 60.

— — — Dorkhaus. IV. 202. YZ.

— — — Brahm ll. 492. 3^2.

fstmencnfe , Wiener Vz. S. 71. in der Anmerkung.

Phalaena Noctua Conica E s p e r IV. t. 171. f. 4. mit Raupe-

Kleemann I- r. 18. 5 . 1 — 6. mit Raupe.

Kennzeichen der Art. Eule. Mit flach ausiiegenden, sehr glänzenden Flü-geln; die »ordern sind dunkelzimmetsarbig mit schwärzlichen Ädern; die Hintern aber hell-jimmckfarbig.