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Zweyte der Pha'änen/ die Eulen, Zwölfte Familie.
Feinde. Keine Raupe hat so viele Feinde, als diese. Vy-i hundert kommenkaum einzelne davon. Gewisse Fliegen - Arten, dann Zehrwespen und Bastardwespen legen'jhee Eyer in sie, und ausser den Meisen und Spechten gibts noch mehrere Vogel, die siehimvegfressen. Folgendes Verzeichnlß der ihr nachstrebenden Inftcten befindet sich in derZeirfchiist des Herrn Freyherr» I. I. von Lynker: der besorgte Forstmann. Weimar ,1798- Seite 4^8 der Note: i. Die große Ameise, horrnica herculanea L. 2. DieRabenmücke, Musea corvina L. z. Die Iohannisbeermücke, Musca ribelii L. 4. QieFleischmücke, Musca carnaria L. 5. Die Mohrenmücke, Musca morio L. 6. DisH.tkeutotenmücke, Musca hotentota L. 7. Die schwarze Stilerfliege, hiernotclus ui-^cr Degeer. 8- Der durchbohrende Raupentödker, Ichneumon compunctatorSchrank 9. Die Gürtelmücke, Musca scripta L. 10. Die Brechmücke, Musca vo-mitoria L. n. Die wilde Mücke, Musca sera L. 12. Die graue Raubfiicge, illiuscinereus. iZ. Die Kräheumücks, Upula coruiciua L. ,4. Die schwarze Ranbfilege,^hlrrsaterh. i;. Die oierpunetirkeBastardwespe, Lcoha czuaclripuuctataL. iS.DieSanddauardwespe, Sphex sabulosa L. 17. Der raubende Raupe, ikodter. Ichneumonraptorius L. 18- D'.e bandirte Sciletfliege, hlemotelus fasciatus Oegeer. 19. DieSafran Tanziniicke, Tipula crocata L. 20. Der reurende Raupentbocer, Ichneumoneczuitatorius. Die richtigern deutschen Benennungen werden wir unter den nützlichen In-seccen bey Beschreibung dieser 20 Arten beybringen.
Schaden. Sie Hat schon die größten Verwüstungen in deutschen Waldungen baldin Gemechschaft der großen Raupe vom Kiefernspinner, bald für sich allein angestellt, undim Anspachischen, bey Schwobach, Roth und Schwand 1783 über dreyhunderkMorgen Kiefernholz zu Grunde gerichtet. In der Görlitzer Heide hat sie im Jahr 1783auf dem Brandrevier allein die Summe von 18494 Klaftern Holz zu Schanden gemacht.
Auch soll sie sicher diejenige seyn, die schon 1725 in der Nähe jener Anspachischen Gegendenzusammen eintausend Morgen Landes Holz abgefressen. Im Jahr igoi hausete sie im An-halt- Zerbstischen und 1802 in unserm Meiningischen Unterlande bey Aitenstein.
Sie weiß zwischen dem Alter der Bäume und dem der Nadeln sehr geschickt zu un-terscheiden; sie zieht, wenigstens wenn sie in Menge da ist, das reife Stammholz dem jün-ger» vor, und achtet das Dickicht und den Anfing gar nicht, und rührt so wenig die jungensaftigen Nadeln, als die ganz harten, dicken und starken an. Die Nadeln selbst frißt siean der Spitze an und bis in die Scheide hinunter, wobey sie die Nadeln mit den Füßen sofest umfaßt \ daß sie nicht leicht durch Schütteln zum Fallen gebracht werden kann.
Mittel dagegen. Außer der Schonung der Vogel und dw oben genannten Jn-secten, und außer der Anlegung vermischter Holzarten ben neuer ?lnsaung (welches aber na-türlich von anaesehenen Forstmännern abgerarhen wird) empfiehlt man gegen die Puppen:i, Das 2 Z-ll tieft Aufreißen des Mooses und der Erde mit eisernen Rechen. Alles Auf-gerechte wird entweder sogleich auf Haufen verbrannt, oder auf der Miststatke mit demfaulenden Mist vermengt und weggeschaffr. Die im Waldboden zurückbleibenden Pup«
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*) S. Lausitzer Monatsschrift vom Jahr 1793. und Besorgter Forstmann a. a. O.