Band 
Zweyter Theil.
Seite
552
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5 5 r Zweyte Horde der Phalänen , die Eulen. Fünfzehnte Familie.

Sie find minder schädlich.

Anmerkung. Die dieser Familie zugehörige Preußeibeereule, Phal. Noct. Vaccinii , Lin.die in den Liuneischen, Wiener, Fabricius-, Borkhausen-, Drahm- und Esper«schen Schriften tab. 161. f. i — 6. und tab. i6r. f.1 — 4. mit vielen Varietäten vorkommt,und 1 Zoll 3 bis 4 Linien mißt, ist kammrückig, und hat sehr glänzende, rostbraune Vorderflü,gel mit driktehalb braunen, wellenförmigen Doppelsireifen. Von den beyden Narben ist die nie,renförmige zur Hälfte schwarz, und sie unterbricht einen schwärzlichen, braunen Schaltenstreif.Vor dem Hinterrand ist eine Reihe von sieben braunen Puncten. Die aschgrauen Hinterflügelsind rölhlich gefranzt. Das ganze Znscct mit seinem plattgedrückten Leib und allen Theilen istmit den Vorderfiügeln gleichfarbig.

Die nackte, schmutzigbraungraue, mit einem hellen Seitenlänqsstrcif versehene Raupe hatauf dem ersten und letzten Ring ein glänzendes, schwarzes Schild, das von zwey weißlichenLinien gesäumt und in der Mitte von einer dritten durchschnitten ist, und lebt im Zunius undim Herbst, bey Tage unter den Stauden der H.mbeer, Brombeer, Heidelbeer undrothen Preußelbecr verborgen, deren Blatter sie des Morgens und Abends zur Nahrungnimmt. Sie baut sich eine Erdhülse, worin.die Puppe der einen Generation bey uns von, 7.Lulius bis 10. September, also 2 Monate, ruhte. Die Puppe der zweyten überwintert, um sicham März zu entwickeln.

IZ8. Die Frühbirneule. Phalaeua Noctua Satellitia, Lin,

Namen, Schriften und Nachweifung der Abbildung.

Trabant, Trabanteule, Queermotte, Ledervvgel (beym Gladbach).

Pkalaena Noctua Satellitia Lin. 855. 176. Müller S. 700. 176.

— — — Wiener Vcrz. 86. 5.

Noctua — Fab. Ent. III. 2.87. 256.

Phal. Noct. — Borkhausen IV. 736. 333.

— — — Brahm fl. 451. 316.

— — — Na u Forstw. 306.

— — Transversa N a tIIrso r sch. IX. 143.

— — Satellitia E s p e r IV. t. 169. f. 6. 7. mit Raupe.

Rösel III. t. 50. mit Raupe.

Kennzeichen der Art. Eule. Mit einem Rückenkamm und gezahntendachigen Flügeln; die vordern sind schmal, bald graubraun, bald Honig- bald rorhbraun,mir driktehalb geschwungenen dunkeln O.ueerlinien. Zwischen der zweyten und dritten liegtein bald weißer, bald gelber, starker, dreyeckiger Punct, an den sich 2 kleine, oft gleich-farbige, anschmiegen.

Ra upe. Einzeln behaart, braunköpfig und sammetschwar;, mit einem viereckigen,durch Linien getheilten Nackenschild und einer abgesetzten hellen Seitenlinie. Aus demj. 2. 4. und 10. Ring findet sich ein weißer Fleck an jeder Seite.

Sie varii rt auch mit Wechselbrauner Grundfarbe, und hak die Eigenschaft deöMordenö und der Gefräßigkeit.

Beschreibung deö vollkommenen und unvollkommenen Insectö.Die Eule mißt von einer Flügelspiße biö zu andern 1 Zoll 8 biö 9 Linien. Ihre schma-len