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Zweyte Horde der Phalänev, die Eulen. Neunzehnte Famllle.
den Afterbüschel ausgenommen, ganz dunkelolwenbraun, wie die Flügel. Bey Varie,taten haben die Hinterfiügel eine große, breite, ockergelbe Binde, bey andern ßnd dieVorderfiügel mehr schwarz als olivenbraun.
Die den Wienern ehemals unbekannte Raupe ist, nach den Papillons d’ Europe,unbehaart, beynahe von gleicher Dicke, nur gegen den Kopf, welcher sehr klein und gelbist, allmahlig verdünnt, von schwarzgrauer Farbe, mit einer weißlichen Rückenlinie undähnlich gefärbten Einschnitten der Ringe. Auf dem zehnten Ring stehen 2, auf dem eilf«ten nur Ein Höcker. Sie verwandelt sich nach den Nachrichten in Füeß ly's neuem Ma»gazin, zwischen zusammengesponnenen Blattern in eine blaubestäubre, längliche, sehr leb-hafte, der Sponsa ähnliche Puppe, und ruht 2; Tage.
Aufenthalt. Die Eule stellt sich in Deut>chland und England, im Julius undAugust in den schattichten Gebüschen der Erlen, an Bachen, in Kellern, unter Brücken,in alten Gewölben und in urisern Gebäuden ein, wo es sich zutragt, daß sie, besonders dasMännchen, durch Auslöschen der Lichter die Leute erschreckt, und wenn sie dabey unvermuthetverschwindet, von dem abergläubichen Landmann für ein Gespenst ist erklärt worden. IhreRaupe weidet, nach dem Füeßlyschen Magazin, auf Schlehen, Weißdorn, nie-drigen Kräutern und Lattich,
166. Die Escheneule. Phalaena Noctua Fraximi, Lin.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Blaues Band, blaues Ordensband, blaue Bandphalane, Efchennachtfalter,
Phalaena Noctua Fraxini Ly>. 843. 125. Müller 688. las.
— — — Wiener Verü 9©. 2.
ffoctua — Fah. Ent. IH. 2. 55. 152. .
Phal. Noet. — Backhaus. IV. 9.4.
— — — Gleditsch I. 272.
— — — Naturforsch- XlV. t. 2. 5 . 4. Raupe von Doctor Kü h«.
— — — Füeßly Archiv, t. 15. f. 1. 2. Raupe und Puppe vom Haltt»
scheu Hübner-
— — — Esper tV. r. loi. mit Raupe.
Rösel IV t. 28. f. 1. Weibchen.
Scpp Niederländische Znsecrcn IV. t. rz—20. Mu Raupe. Sehr schön!
Kennzeichen der Art. Eule. Mit einem Rückenkamm und gezahntenFlügeln; die vordem sind weißlich und bestäubt Nebelich, mir weißen, schwarzrandigenZackenlinien, einer größern Nierennarbe, die eine kleinere einschließt, und ein schiefesViereck unter sich hat. Die schwarzen Hinterfiügel sind mit einer breiten, bogenförmigen,blauen Oueerbinde und der Hincerrand mit weißem Saum und Franzen g> schmückt.
Sie übertrifft an Größe die übrigen Europäischen Eulen.
Raupe. Veränderlich gefärbt, vom hellen Grauen bis zum Braunen oder auchzum Fleischfarbigen; mjt starken, schwarzen Puncten ganz bestreut, übrigens zeich,nmgs-los. Der achte Ring zeigt einen erhobenen Wulst von bald schwarzer, bald dunkelblaueeFarbe. An den Seiten sind weiße, fielscherne Franzen. Sie ist von lebhafter Art, wiealle von dieser Familie.
Be-