Band 
Dritter Theil.
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Dritte Horde der Phalanen, d/e Spanner. Zweyte Famlkie.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsecks.Dieser niedliche, glänzende, und dabey äußerst zarrflügelige, von einer Flüqelspiße biszur andern gewöhnlich eilf Linien messende Spanner ist in seinem frischen Zustand matcstla-dongrün, mir 2 weißen perlenmucrerarrigen, gewasserten O.ueerstreisen, von welchen sichgewöhnlich nur der zweyte, zuweilen doch beyde, durch die fast dreyeckigen Hincerflügelfortsetzen. Eich er vergleicht ihn mit einem verkleinerten Exemplare unsers Hornbaum-fpanners, Margaritaria. Sobald er eine kurze Zeit geflogen, wird die Grundfarbeperlweiß; und man hac alsdann eine Linn/lsche, Wiener, Borkhausen. und EsperschePutataria vor sich. Die Unterseite aller bleichgefranzten Flügel ist weiß, glänzend undohne Zeichnung. Der Kopf und Hinterleib sind weißlichgrün, der Brustrücken seladon-farbig, die Fühlhörner weiß, am Männchen von der Wurzel bis zur Hälfte gefiedert, amWeibchen fadenförmig. Er variirt theils in der Größe, theils durch eine ins Röthlichefallende Grundfarbe.

Die Raupe, deren Bekanntmachung und Abbildung wie dem Herrn v. Reau-mur verdanken, ist grün, mit einem rothen, auf dem Rücken eines jeden Gelenks abge-setzten Fleckenstreif; Kopf und Nacken haben zusammen vier Spitzen. Sie ruht gern ge-rade ausgestreckt, indem sie den Kopf ganz in den Nacken einzieht und die Brustfüße dichtan den Leib anlegt, so daß sie einem Blattstiel auf die täuschendste Art gleicht. Sie spinntsich im Junius in ein leichtes weißes Gewebe ein, um darin als eine schlanke, grünlich-blaue P uppe 2 bis z Wochen zu ruhen; die von der zweyten Generation soll sich im Sep-tember verpuppen, und 7 bis 8 Monate zur Ausbildung brauchen.

A u fe n t h a l t. Der Spanner ist von der Mitte des Mays bis tief in den IuniuSüberall? auch bey uns in Eichenwalvungen gar nicht selten, zuweilen auch in Grasgärten.Da nun derselbe in Frankreich , wegen des wärmer» Cl'ma's, jährlich zweymalerscheint,so muß er dort schon zu Ende d- s Aprils, und das zweytemal im Julius fliegen. DieRaupe nährt sich auf Eichen, Waldreben, Schlehen, P-flaumen, Apricosenund andern Steinobstbäumen.

Anmerkungen. 1) Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er auch die Fabrici ufische Putataria.

2) Fabricius, Deqeer, Esper und Gmelin im Sysi. Naturae haben einem ganz andernSpanner, nämlick unserm nächstfolgenden Dornpflaumenspanner, den Namen: Vernaria, ge-geben , der aber der Linne'ische nicht seyn kann, weil sonst Nösel von Linne^ allcgirt wor-den wäre.

z) Die Hufnagelscbe Vernaria ist unser Hornbaumspanner; die Hübnersche Vernaria aberdes Efpers Chrysoprasaria. -

184. Der Dornpflaumenspanner. Phalaena Geometra Aestivari»,

Hübneri.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

st'lacspanner, Kandeiblüth'panner (beym Sedwarz), grüner Eichennachtfalker,grüner, wellenstre'figer Spanner, Frühlingsipannerpbaläne und grüne Sommerspanner-phaläne (bey Esper), weißer Saum (beym Hufnagel).

Pha -