Band 
Dritter Theil.
Seite
617
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Dritte Horde der Phalänen, die Spanner. Zweyte Familie. 617

kleine bieqsame Höckerchen hat. Die Puppenruhe dauert 2 bis 3, nach Brahm auchwohl 4 Wochen.

Aufenthalt. Die Phalane zeigt sich im JuniuS, spätestens zu Anfang des Ju-lius, und scheint uns keine zwey Erzeugungen jährlich zu haben. Die Raupe liebt sehrviele Pstanzen, indem sie Rosel auf dem Kanvelblüchstrauch (Pfeifenstrauch, wildenJasmin , tournefortifcher Syringa) fand, worunter eigentlich Philadelphia corona-rius, Lin. zu verstehen, wiewohl auch O. Reuß in seinem Dictionarjo bota-nico die Kandelblüthe durch: 8yringa vulgaris übersetzt. Nach K i e e m a n n weidetsie auf Heidelbeer und Elchen; nach Meyer in Füeßly'S Magazin auf Eichen,Haseln und Erlen, nach Efper auf den Kätzchen der Wach hold er, und auf Schle-hen und Zwerschch en; nach Brahm auf Apfel, Birn und Aprico sen; und wirfanden sie auf Weißdorn-, Pflaumen- und Apfel. Blättern.

Anmerkungen. A. Rösel hatte, wie er ausdrücklich meldet, die Abbildung nach einem sehr klei-nen Stück bereits fertig, als ihm bald darauf größere vorkamen, woraus auch größere Phaläncnsich entwickelten; ferner so sindek sich in seiner Abbildung ein zweymaliger Quecrstreif auf denHinter flügeln, welches eine Abweichung ist.

B. F a brlcius vereinigt mit Unrecht drey verschiedene Phaläne» zu Einer Art, erstlichdie Linneische Vemaria, indem er auf Reaumur, zweylens unsere gegenwärtige Aessiva»ria, indem er aufRösel, drittens die Hübnersche Vemaiia, indem er auf dessen Bey«trage!. 4. tab. 3. fig. D. hinweist, welches doch die Chrysoprasaria Esp. (d. i. 'Aerugina-ria Vien. et Boikbaus.) ist. Sodann erklärt er die Hübnersche eigentlich hieher gehörige,ebenfalls unrichtig für die Bupleuravia.

Ueberdaupr wäre zu wünschen, daß der große Entomolog bey einer verbesserten Ausgabeder Glossaren mehreren Unrichtigkeiten und eingeschlichenen falschen Nachweisungen abhelfenmöchte.

L. Fast sollte man glauben, daß die Wiener Entomologen unter ihrem Thymians-spanner, Bb. G. Thymiaria L. den gegenwärtigen verstanden haben, i) weil gegenwärti-ger schwerlich bey Wien mangelt, r) weil sie ihren Thymianspanner immer auf Schlehen fan-den, worauf auch wir unsern Dornpflaumenspanncr finden, z) weil beyde nach BorkhausensMeynung einander so äußerst ähnlich sind, daß man in die Verlegenheit kömmt, sie nicht für2 Arten zu halten.

D. Was denjenigen Thymianspanner, BbaL Thymiaria Fab. bctrift, welchenSchwarz in seinen Beyträgen lab. 2. fig. 5 —9. und Efper V, tab. 4. f. 3 — 9. beydem» der Raupe abgebildet und für Frischens seinen X. tab. 17. ausgegeben haben, so ist der-selbe nichts mehr und nichts weniger, als der auch bey uns zuweilen vorhandene Hasenöhr«chenspanner (von Bupleuruin), Ph. Georn. Bupleuravia Viennensi um et B o r k h a u I. etFimbrialis Scopoli, der an den r 0 se n r 0 t h g c fle ckt c n Franzen aller Flügel kennbargenug ist, und dessen anderthalb Streifen eine andere Beugung haben, als die unsers Dornpffau«menspanners. Ihre Raupe ist nach Sckwarz bald gclbgrün, bald braun mir einer rosen-rothen Rückenlinie, einem zwcyspitzigen Kopf und zwcydvrnichtem Nacken; die Puppe hat gelbeFlügclscheiden und einen rosenfarbenen Rückenstreif. Sie ruht nach Schwarz und Esp er4 Wochen: letzterer nimmt eine zweyte Generation an, wo die Raupe im September und Octo-ber sich verpuppt, und als Puppe überwintert. Ein Fehler ist es in der Schwarzischen Ab,

bildung.