Band 
Dritter Theil.
Seite
707
JPEG-Download
 

70 ?

Dritte Horde der Phalänen/ die Spanner. Zehnte Familie.

weißlichen Hinterflügcln läuft'hinter einem braunen Mittelpunct eine braune Kappenlinie,auf welche eine verblichene, oft nicht deutlich'sichtbare Wellenlinie folgt. Die fadenförmi-gen Fühlhörner sind schwarz, und weißgering« lt, und der ganze Körper ist mit den Flügelngleichfarbig. Die Zeichnung ist beym fchlankleibigen Männchen weniger deutlich, undseine Hinterflüge! haben an der Wurzel eine sehr kleine Spur eines dritten Flügelpaareö.

Aufenthalt und Nahrung. Im Darmstädtjfchen, im April und May,selten schon im März, an den Stammen der Haynbuchen, Rüstern, Ahorn, Pap-peln und Platanus, wo er sitzend angetroffen wird, und wo von Herrn Bork hau-sen die grünliche Raupe an Haynbuchen gefunden worden, deren Beschreibung er auf-zusetzen versäumt hatte.

241. Der Bergbuchenspanner. Plialaena Geometra Hexapterata, ViemNamen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Phalaena Geometra Hexapterata Wiener Vj. 109.10.

Plialaena — Fabr. F.nt. ITT. 2. 193. 233.

Plial. Geom. — Dorkhaus. V. 302.137.

— — — Brah m It. 284. 176.

— — I-Ialtevata Naturforscher XI. S. 8r.

Kleemann rab. 19. 6g. A. E. wo das Männchen eilf Linien und das Weibchen eine

Linie mehr nutzt; vermuthlich ist dies Versehen.

Kennzeichen der Art. Die aschgrau scheinenden Vorderflügel führen vielepaarweis stehende Wellenlinien von der nämlichen Farbe, desgleichen 2 braune Eckfleckcn.Das Männchen hak außer den 4 Flügeln noch ein Paar Flügelanfätze, die dem Weib-chen fehlen.

Beschreibung des vollkommenen Jnsects. Dieses wundersamen, 1Zoll und 1 Linie messenden Spanners (das Weibchen mißt 2 Linien weniger) Vorderflügelsind weißgrau, bekommen aber durch die feine, dunkle Bestäubung ein aschgraues Ansehen,und von den vielen aschgrauen Wellenlinien steht allemal ein Paar beysammen. Am Vor-derrand in der Gegend der Flügelspitze ist eine braune eckige Makel, und nicht weit davoneinwärts wieder eine dergleichen. Die nach Verhältniß ziemlich kleinen Hinterflüge! sindeinfarbig weiß, die braune Einfassungslinie vor den Franzen ausgenommen. Wozu demMännchen, das bey dieser Art, wider die sonstige Regel, das Weibchen an Größe über-trifft, die über den Hinterflügeln befindliche», weißen Flügelanfätze, die ein löffelförmigeöAnsehen haben, dienen mögen, ist noch ein Räthsel; sie haben Federstaub und Franzen,wie die wahren Flügel, und liegen im Ruhestand doppelt zusammengeschlagen.

Am Weibchen, dem die Flügelanfätze fehlen, sind die Hinkerflügel, die eineverloschene Wellenlinie haben, etwas breiter. Daß aber dessen Zeichnungen deutlicher undbestimmter als beym Männchen seyn sollten, davon findet sich bey den hiesigen Exempla-ren das Gegentheil.

Die schmutzigweiße Unterseite zeigt nichts Besonderes'; indem sie bald keine, baldnur von oben durchscheinende Zeichnungen vorweisen. Doch haben die Vorderflügel einen

Lxxx Mittel