Band 
Dritter Theil.
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Dritte Horde der Phalänen, die Spanner. Zehnte Familie.

ser Farbe. Die beyden mittlern davon (von welchen die Benennung Bilineata genommenist) nehmen sich, weil sie schwarzgesäumt sind, und ein breites, bald schwach-, bald stark«beschattetes Queerband begränzen, besonders aus. Die beyden leHkern der weißen Wellen-linien ziehen auch durch die Hinterflügel. Von den unmerklich weiß und gelbbraun ge-scheckten Franzen zieht eine subtile schwarze Einfassungslinie her. Die Unterseite ist wiedieobefe; jeder Flügel hat daselbst einen Mirtelpunct, der nur schwach auf der Oberseitedurchscheint. Daö ganze Jnsect hat die Flügelfarbe; und die fadenförmigen Fühlhörnersind braun geringelt. Er variirt zuweilen mit 2 dunkeln Binden.

Die im April und May vorhandene Raupe ist nach der RottenburgischenBeschreibung weißgrau, an den Seiten und auf dem Bauch gelblichweiß ; durch den grauenTheil laufen ; feine schwärzliche Linien. Nach der Fabriciusi scheu Beschreibungaber, durch Mittheilung der Wiener Entomologen, sott sie grünlich, fast ungeflcckt, zu-weilen etwas weißliniert seyn. Eigene Erfahrungen haben uns nicht in Stand gesetzt, umzu wissen, ob die Raupe auf solche Weise variirt. Ihre Verpuppung geschieht zu Ansangdes Mays zwischen zusammengesponnenen Blättern, und die Puppenruhe währt bis in dieMitte deö Junius, also 6 Wochen.

> Aufenthalt und Nahrung. Der überall einheimische Spanner, hält sich indem Junius bis in den August am liebsten an Hagen und Gebüschen in Wäldern und Gras-gärten auf. Rottenburg fand die Raupe im Gras, aber sie nahm keine Nahrung mehran; der Einzige, Geoffroy zu Paris , eignete ihr Eichen und Ulmen als Futter-pflanzen zu, und in dieser Rücksicht zahlt man sie so lange zu den Forstinsecten, bis es sichausweist, daß sie nur im Nothfall sich auf Bäumen nähre, welches uns sehr wahrscheinlichvorkommt, zumal sie die Wiener Entomologen auf keiner Forstpfianze, sondern auf demWiederstoß (Lychnis dioica L.) gefunden haben.

247. Der Rothbuchenspanner. Phalaena Geometra Candidata, Vienn.

Namen und Schriften.

Phalanna Geometra Candidata Wiener Vz. 110. 23.

Phalaena Immutata l ab. Ent. 111 . 2. 203. 273.

Phal. Geom. Candidata Borkhausen V. 327. 155.

— — Albulata Hufnagels im Naturforscher XI. S. 88.

Kennzeichen der Art. Die Flügel sind glänzendschneeweiß, die vordem mitg einfachen und einer verdoppelten, und die Hintern mit 3 einfachen Wellenlinien durchzo-gen; die Franzen sind mit einer Reihe feiner tiefschwarzer Pünctchen begränzt. Die Fühl-hörner sind fadenförmig.

Beschreibung des vollkommenen Jnsectö. Die Flügel dieses glänzen-den, nur 9i Linien messenden kleinen Spanners sind schneeweiß, und die Vorderflügel ha-ben einen Mittelpunct, vor welchem 2 einfache, und hinter solchem eine verdoppelte, dannwieder eine einfache Wellenlinie folgt, sämmtlich fein und von matkgrauer Farbe. Hinterder lehtern ist noch eine dergleichen Wellenlinie, die aber, weil sie abgesetzt und schwächer

scheint,