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Fünfte Horde der Phalänen, d!e Wickler. Zweyte Familie.
Pvralls Poinana Fab. Ent. III. 2. 279,11. 155,
Phal. Tin. Pomonella ©Ubitfd) II. 86.
— — — Nau Lrnbwirlhsd). S. 289.
— Tortr. Pomonana 53 ras) tu II. 465. 327.
Rösels Jnsccten I. 4. Classe t. 13. mit Raupe-
Kennzeichen der Art. Wickler. Die Vorderflügel sind nebelgrau, undhaben am Schwanzwinkel ein braunrotheö, goldgestricheltes Fleck.
Raupe. Nackt, fieischfarbigroth mit rothbraunem Kopf, und mit sechszehn
Füßen.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Die Phalane ist von einer Flügelspihe bis zur andern Linien breit, jeder Vorderste-,
gel 4^ Linien lang, doch wechselt sie auch in der Größe. Ihre hellgrauen Vorderflügelbekommen durch die vielen theils schmalen, theils breiten, kappenzügigen und dunkclnQüeer-striche ein nebelgraues, fast damastähnliches Ansehen. Am sogenannten Schwanzwinkelist ein rothbrauner, mit Schwarz eingefaßter, und mit Gold gestrichelter Fleck, und anden Franzen ist eine gekappte Einfasiüngelinie. Die Hinterfiügel sind glänzend braungraumir.breiten und hellen Franzen. Der Vorder- und Hinterleib sind gelb- und bräunlich-grau, der Kopf klein, und die fadenförmigen Fühlhörner lang. In der Ruhe siht sie mitgerollten Flügeln.
Ihre nackte, gelblichfleischfarbbraune, ausgewachsenes Zoll messende Raupe hateinen glänzenden, rothbraunen, etwas getheilten Kopf mit einem braunen oder grauenHalsschild, und ist auf allen Gelenken mit schwarzbraunen Puncten in den Seiten paar-weise, jedoch in verschobener Ordnung bezeichnet. Sie vertheidigt sich gegen Stöhrungendurch einen braunen Saft, den sie von sich läßt. Im Herbst verkriecht sie sich unverpupptzu ihrem Winterschlaf, bis sie im May oder Junius des folgenden Jahrs ihren Puppen-stand antritt, und als eine gelbbraune Puppe mit Srielharchen z Wochen lang ruht.
Aufenthalt und Fortpflanzung. Die Phalane erscheint in Baumgär-ten mehrenkheils im Junius, doch haben wir sie auch im May, ja einstmalen im März,in Obstbehältern erhalten. Selbst im He>bsi will man,sie, jedoch durch eine Ausnahmevon der Regel, nach Brahm, wahrgenommen haben.
Die Raupe lebt vom Junius bis spät in den Herbst, oder gar zuweilen in denWinter, in allerley Ob st fruchten, besonders in Z w e t sch ch e n am liebsten; daher sie denNamen eines Zwelschchenfrucht- oder Obsifrucht. Wictlers verdient, weil nicht dieBlätter, sondern die Früchte und Kerne es sind, die ihr zu einer so angenehmen Nah-rung dienen.
Das Weibchen legt im Junius oder Julius unten an den Stiel, oder oben an derBuhen oder Narbe der jungen Früchte ihre einzelnen Euer, daraus die Raupchen nach8 Tagen herauskommen, und in die Früchte sich bohren. Die Raupe geht auch in demFall die reifen Früchte an, wenn ihre vorige Wohnung nichte- mehr für sie enthält.
Feinde. Die Spechte und andere Vogel wissen ihr im Winter beyzukommen,und sie aufzuzehren.
Scha-