Fünfte Horde der Phalänen/ die Wickler. Zweyte Famklle. ?Sz
Kennzeichen der Art. Die Vorderflügel sind von dunkelzimmetbrauneeFarbe, und haben viele starke, silberfarbige, bachähnliche, zum Theil nicht durchauslau-sende Züge.
Das Weibchen ist gegen die sonstige Regel kleiner, als das Männchen.
Beschreibung des vollkommenen Jnfects. Dieser schöne Wickler hatvon einer Flügelspitze bis zur andern ein Ausmaß von acht bis zehn Linien. Seine mehrbraunrothen als ockerbraunen Vorderflügel sind wechselöweis braun und weiß gefranzt, undmit vielen Sllbercharakters oder bachähnlichen Zügen bezeichnet. Am Vorderrand stehensieben Silberstriche, wovon der erste an der Wurzel durchzieht, der 2te und zte vereinigensich und ziehen alsdann gleichfalls durch, aber so, daß in der Mitte ein Nebenzug sich an-schließt. Der vierte, fünfte und sechste stehen zwar am Vorderrand noch abgesondert, ver-einigen sich aber sogleich und endigen sich in der Mitte, wo zwey andere Silberstreifen ih-ren Anfang nehnren, um bis zum Innenrand fortzuziehen. Der siebente Strich ziehtebenfalls nur zur Hälfte durch. Auch stehen hier und da noch vereinzelte Silberpuncte.Die Hinkerflügel sind aschgrau mit weißlichem Hinterrand. Die Unterseite der Vorderfiü-gel ist, den gesteckten Vorder - und Hinterrand ausgenommen, schwarz.
Aufenthalt und Nahrung. Selten bey uns; im August, in vermischtemGehölz, wo junge Föhren und Espen stehen. Ob aber dessen Raupe auf Föhren lebe, ge-traue ich mir nicht zu behaupten. In der angeführten Hennertschen Schrift scheint e6der Pastor Gronau , von dem dieser Wickler eine Motten-Benennung erhalten hat, be-obachtet zu haben. Und von dieser und allen Hübner,schen Abbildungen wird der Textnoch erwartet.
In eben demselben Hennertschen Werke ist t. 4. f. 10. und 11, eine kleineEule, aber vergrößert, dargestellt worden, die an Kiennadeln leben soll, wobey Herb st SNoctua valbigera Esper. III. t. 69. f. 5. angeführt wird. Soll das Espers Val-ligera bedeuten, so können wir eö uns nicht wohl erklären.
Dritte Familie.
Gelbe Wickler.
Erste Linie, wo die gelbe Farbe die herrschende ist.
Weniger schädliche.
Hierher gehört der Rosen Wickler, gelbes Netz, Plial. Tortr. Forskaleana,’Lin. 878.11.304., der unter diesem Namen in den Linne'ischen, Fabriciusischen,Goezischen und Clerkischen Schriften (t. 10. f. 2. 6.) vorkommt, und schräggelbe,mit Rostbraun netzförmig bezeichnete Vorderflügel hat, auf deren Mitte eine braun schwärzlicheLitur sich befindet, und deren Unterseite lieblich gelbgefärbt ist. Er soll nicht viel größerals der Gartenrosenwickler seyn, und gleichfalls im Raupenstande auf Rosen leben; ist hieraber, wenigstens unter diesem Namen, nicht bekannt. Peter ForSkahl war einSchwedischer Gelehrter, der den Orient bereisete.
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