Band 
Dritter Theil.
Seite
792
JPEG-Download
 

75)2

Sechste Horde der Phalänen, die Motten. Zweyte Familie.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Diese 9 Linien messende Motte har glänzend hellgraue, dunkelgraubraunbandirte und netz.förmig gefleckte Vorderflügel. Die Hinterflügel sind hellgrau, ins Gelbliche fallend; dergelbliche, dünne Hinterleib ist braungeringelt. Die Unterseite der Flügel ist gelbgrau.Das Weibchen hat dunkle, ins Schiefergraue fallende Vorderflügel mit einem weißenBandfleck an der Wurzel, in welchem ein schwarzer Punct steht. Hü bner vermuthetebeym Weibchen Unvollkommene Flügel, welches ich (Scharfenberg) anders fand.

Die kleine, aber breitleibige, plattgedrückte Raupe mit vier Längsreihen schwar-zer Knöpfe, die im Alter schwärzlichroth werden, lebt blattwicklermäßig, und ich finde ih-rer bisher nirgends gedacht. Sie machte sich bey mir 1780 ein festes Gehäuse am 5. Ju-nius, worin sie sich nach und nach verpuppte. Von der Zeit dieses Einspinnens an bis zurEntwickelung verflossen 9 Monate.

Aufenthalt und Nahrung. In Wäldern, von der Mitte bis zu Ausgangdes Märzmonats. Die Raupe nährte sich bey uns auf Eichen, da wo es junge Triebean alten Stämmen gab.

Anmerkungen. 1) Die noch »«abgebildete Hägedornmotte, Ph. Tin. Oxyacanthella, L i *.etFab. (Em. III. a. 294. ri. 28.), die braugenebelte Flügel mit einem weißen Wcllenstreifund einen weißen Hinterrand hat, und auf dem Weißdorn, Crataegus oxyacantha, inSchweden lebt, scheint, weil ihrer die Wiener und der Augsburgifche Hübner nicht geben«ken, kein Zttsect Deutschlands zu seyn.

a) Eben so verhält es sich mit der Rindenmotte, Phalaena Tinea Corticella L., GleditschForstn). I 444, welche graue Flügel hat, die am Rande goldgelb punetirr sind, und hinterwärtsdrey Halbmöndchen führen, deren Larve zwischen der Rinde und den Zweigen der Erlen undObstbäume in Schweden einheimisch ist; sie kommt weder in den Fabriciusischen, noch Wie-ner und Hübnerschen Schriften vor.

z) Die Eichenmotte, Pb. Tin. Quercella, Vienn., ist, wenigstens unter diesem Namen, be»uns nicht bekannt.

Z24. Die Fichtenknospenmotte. Phalaena Tinea Cembrella, Lin.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Fichtenschabe, Weißsprenkel, weißsprenkelige Motte.

Phalaena Tinea Cembrella Lin. 89a. 405. Müller 747.40s.

— — — Wiener Vz. i;6. zy.

Tinea — Fab. Ent. In. 2. 312. in, wo der Druckfehler

' Combrella vorkommt.

Pbal. Tinea — Besorgter Forstmann 2-6. 52.

— — — Clerck Icon. t. 12. f. 15,

Kennzeichen der Art. Motte. Die glänzenden, dunkelbraunen Vorder-flügel sind mit unzähligen weißen Stäubchen bestreut.,

Raupe. Glatt, von schmutzigweißer Farbe'und einem braunen Kopf; sie stecktin einer rauhen, weißgrauen, cylindrifchen, aus Moos - und Bast. Theilchen verfertigtenHülle. Be-