*04 Sechste Horde der Phalänen, die Motten. Vierte Familie.
hen etwas ins Röthliche, und werden durch den am Jnnenrand anschließenden weißenLängs. Randstreif, der durch einen schwarzen Punct unterbrochen wird, verschönert. Ander Ribbe des Vorderrandeö stehen unweit der Flügclspihe i, lind zuweilen 2 weiße Punct,flecken, neben eurem schwarzen Fleck. Die-kurzen Franzen schillern stark ins Violette.Die Hinterflügel sind aschgrau, und die Unterseite aller Flügel mattschwarz, wie bey dernachfolgenden. Der Kopf ist eben so, wie jene, auf der Stirne schneeweiß, und derHinterleib etwas gelbgrau. Bey Varietäten ist der weiße Randstreif nicht deutlich genug.
Die kleine, maktröthliche, schlanke, mit vielen.rothen, über den Kopf ziehendenLangöstreifen bezeichnete Raupe ist 5 Linien lang, und am Kopf weit bleicher als amKörper, welcher fein behaart ist, und zu beyden Seiten einen weißen Streif führt. Siekriecht sehr behende, lebt in Gespinsten baldei'nsam, bald in kleinen Gesellschaften zu 2oder z beysammen, und verpuppt sich blos im Freyen an den Zweigen ihrer Nahrungö-pfianze in der Mitte des JuniuS, in einem weißen Gespinst, um sich zu Ende des Monats,oder zu Anfang des Julius, zu entwickeln.
Aufenthalt und Feinde. Die Motte ist auf den Weißdornhecken inWäldern oder üj der Nähe derselben, gar nicht selten im Julius vorhanden. Auf demnämlichen Gesträuch lebt im May und JuniuS die Raupe. Und so gemein diese Art ist:so findet man sie doch nirgends beschrieben, auch nicht in Hübners Abbildungen. Eskönnte vielleicht die Rubricella des Wiener Verzeichnisses seyn. Ihr Feind ist eine £Linien lange Zehrwespe, die ganz und gar schwarz, mehr dick. als dünnleibig ist, mitFühlhörnern, die nicht so lang als der Körper sind. — Sie könnte die Zehrwespe, Ich-neumon tinearum, heißen, ist stärker als die sogenannte Phalänen.Zehrwespe, lehn.phalaenarum. Aeußeres Gespinst und Puppentönnchen sind schneeweiß.
338. Die HagedoitNNiotle. Phalaena Tinea Crataegella, Lin,Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Schlingstreifige Schabe, Hagedornschabe.
Phalaena Tinea Crataegella Lin. 885. 353» Müller 7Z7. Z53»
— — — Wiener Vz. 14-. 7 -
— — Reticulella Hübners Schabe» k. »71. Weibchen.
Kennzeichen der Art. Motte. Die Vorderflügel sind schneeweiß, roth-braun bestaubt, mit 2 dergleichen Dueerbinden; ein dritter an der Spitze ist unvoll-kommen.
Raupe. Sehr kleim, langleibig, bald einsam, bald gesellig, immer im Ge.spinst lebend, welche einige dunkelröthliche Rückenlinien hat, und deren Puppe schönbunt ist.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen JnseckS.Auf den schneeweißen, etwas rothbraun bestäubten oder feinpunctirten Vorderflügeln dieser6 Linien messenden niedlichen Motte zeigen sich 2 rothbraune Queerstreifen, und anstatt desdritten einige in einer Krümmung stehende rothbraune Puncte an der Flügekspitze. Die
Unter-