Band 
Dritter Theil.
Seite
825
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Siebente Horde der Phalanen, die Geistchen.

Wohnort eine Steile auszusuchen, wo sie sich mit einigen Faden anspinnt, und eine grüne,auf dem Rücken behaarte, tiefschwarz gefleckte Puppe wird. Hier ist also der Fatl, woRaupe und Puppe sich ziemlich ähneln. Letztere ruht 14 Tage, vergießt bey ihrer Hervor,kunft einen rosenrothen Reinigungssaft, wie einige Tagvögel, und hat einen langsamenFlug.

Aufenthalt. In Schweden und Deutschland an Hecken und im Grase, imMonat JuniuS und bis zu Ende deö Julius, besonders an Schlehendorn, woraufsich die Raupe nährt.

365, Das Heckenkirschengeistchen. Phalaena Alucita Hexadactyla, Lin.

Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.

Aschgrauer Federträger, Fächerphaläne, Eventail , Pfauenschweiffederiger Nacht,falter, Sechöfeder, sechskieliges Geistchen, Zwölffeder (weil jeder Vorder- und Hinter«flügel sechs, also'zusammen zwölf Federn oder Strahlen haben).

Phalaena Alucita Hexadactyla Lin. 900.460. Müller 758. 460.

— — — Wiener Verz. 146. 10.

Pterophorus Hexadactylus F a b. Ent. III. 2. 349.13.

Phal. Aluc. Dodecadactyla Hü b N e rs Beyträge I. t. 4. fig. R.

Frisch Ins. IV. Platte r. Taf. 7. (Beym Fabricius verdruckt.) Johann Leon»hard Frisch, Prediger im Brandenburgischen, starb 174z, am 21. März, im77. Lebensjahre.

Kennzeichen der Art. Geistchen. Die Flügel sind grau und weiß wech.selnd; jeder Flügel hat 6 Strahlen, alle vier also 24.

Raupe. Spindelförmig und behaart, von grüner Farbe, und sechszehn«

füßig.

Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnfects.Das 6 Linien messende, fächerförmig gestaltete Geistchen ist, wenn man das Graue zurGrundfarbe annimmt, auf allen seinen in sechs Strahlen getheilten Flügeln mit 2 weiß»lichen O.ueerbinden verschönert; am Hinkerrand haben die Franzen der Strahlen das Anst.hen von Aeugelchen mit schwarzem Kern. Am Vorderrand der Vorderflügel sind zahl»reiche Flecken. Der Hinterleib ist wie die Flügel gefleckt.

Die sehr kleine, spindelförmige', behaarte, grüne, stchszehnfüßige Raupe ist inverschiedenen Jahreszeiten vorhanden, und verpuppt sich sowohl im JuniuS als im Sep.tember, und auch außer diesen Zeiträumen.

Aufenthalt und Nahrung. Das Geistchen hat man nach und nach in einemjeden der zwölf Monate, aber nicht in Einem Jahre zugleich, wahrgenommen. Am ge.wöhnlichsten ist es an den Decken und Wanden der Gartenhäuser, der Wohnungen undder Sacristeyen in Kirchen a) als überwinterte Phaläne, die sich im Herbst noch nicht be»gattet hakte, im Februar und März, b) im Junius und Julius, vermöge der ersten,c) Anfang Oktobers, vermöge der zweyten Generation, zu sehen.