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Die Gallwespen.
Aufenthalt. Letztere (die Auswüchse) findet man im Julius und August zu4, 5, 6, 8, io, iz, also m mehrerer Zahl auf der Oberseite der damit besetzten Buchen.Blatter in die Höhe gerichtet. Sie find anfänglich grün, nacbher gelb und endlich roth;allemal sehr glatt, hartfchaalig, und spitzig zulaufend, wie Thürmchen gestaltet. JederAuswuchs nicht drey Linien in die Höhe und zn ey in die Breite oder Dicke. In der innernHöhle einer solchen Galle wäre für einige Larven Raum vorhanden; allein es wohnt jedes,mal nur Eine darin.
Anmerkung. Die »veik sckmalcrn, nicht so glatten, noch spitzigen Auswüchse der Lindenblütter,welche bey Reaumur III. t. 34. f. 9. abgebildet sind, und von ihrer blrntö^mige» oder ge«würznelkcnähnlichcn Gestalt bey ihm Nägelcin - Gallen (galles en clou) heißen, von 3 bis 3§Linien Höhe, sind von denen auf Ducken verschieden. Sie bekommen aber auch eine schönebraunrothe Farbe, und st hen als stumpfspitzige Warzen sehr zahlreich im Julius und August aufder Oberseite des Linden - Laubes.
n. Die Bandweiden - Gallwespe. Cyuips salicis, Lin.
Namen, Schriften und Nachweisung der Abbildung.
Bandwcidenbohrer.
Cynips Salicis viminalis I/in. 919. 13,
— — — Fab.Ent.il. ioj. ia.
— — — Die gelbe Gallenflicge der Fischerweide. Gleditsch II. 64.
Rösel II. Wespen, tab. 10. mit Larve.
Kennzeichen der ArGallwespe. Gelb, mit schwarzem Vorderleib.
Larve. Ueberall gelb; die einzige von allen ihren Gattungsgenossen, die 18Füße hat.
Beschreibung des vollkommenen und unvollkommenen Jnsects.Die Gallwespe ist 2 Linien lang, mit Inbegriff der Flügel. Die Fühlhörner und Füßesind nebst dem Hinterleib gelb, und der erhöhte Vorderleib schwarz. Rösel hat, um dasDurchschimmern deö schwarzen Vorderleibes anzudeuten, die durchsichtigen Flügel blaugemahlt, woran man fich aber nicht zu kehren hak.
Die Larve ist zwey Linien lang, und hat, anstatt fußlos zu seyn, sechs Brust,und zwölf Bauchfüße. Der Kopf ist jo wie der übrige Leib gelblich. Das Einspinnenderselben geht im Herbste vor fich, worauf, wenn die Blätter abgefallen, das eingespon.neue Jnsect im folgenden April in der Galle zur Puppe, und nach einer monatlichen Pup.penruhe zum vollkommenen Insecte wird.
Aufenthalt. Das vollkommene Jnsect findet sich im May auf der Bandweide;das unvollkommene Jnsect eben daselbst auf der untern Blaccseite in runden beerenfölmi-gen Auswüchsen, die anfangs grün, dann gelb, endlich zinnoberroth fich färben.
Fortpflanzung. Daö Weibchen legt nach vorgängiger Begattung und Be.fruchtung seine Eyer zwischen die beyden Häute der Weidenblätrer, worauf eben ge«nannte rothe Gallen entstehen.
12. Die