Band 
Dritter Theil.
Seite
836
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Die Biattwespen.

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des gemeinen Ahorns. Bon einer andern Art, der sogenannten Knopperfliege, Cynip»Quercus calycis, die in den Schriften der Berliner naturforschcnden Freunde IV. S. l — 13,vorkömmt, kann daselbst nachgelesen werden. Sie steht nicht im Linne', noch Fabricius.

Neun und zwanzigste Gattung.

Die Blattwespen. Tenthredines, Lin. Sie heißen auch Schlupfwespen,welche Benennung die Ichneumons auch mißbräuchlich führen.

Gattungskennzeichen nach Linnen Der Kopfhat keinen Rüssel, sondernKiefer, das ist, gezähnelte Kinnladen: die Flügel sind stach, aber aufgetrieben. DerS t a ch e l ist zwischen zwey sägezähnigen Blättchen, und ragt kaum hervor. Das Schild«chen hat kaum 2 von einander stehende Körnchen.

Die Larve ist den Raupen der Schmetterlinge ähnlich, aber der Kopf bestehtnicht, wie bey lehtern, aus zwey, sondern aus einem Stück, und der Körper hat mehr, als16, zuweilen 22 Füße. Berührt man sie, so rollt sie sich in einen Ring zusammen.Zur Verpuppung macht sie sich Tönnchen.

Die Blattwespen gleichen den eigentlichen Wespen an der Gestalt und Größemehr als die Gallwespen, und haben den Beynamen: Schlupfwespen von einigenSchriftstellern deswegen erhalten, weil die Larven gegen die Zeit ihrer Verpuppung in dieErde schlüpfen, aus der sie nach ihrer Verwandlung wieder herauskommen; Blattwespenaber, weil sie sich gerne auf den Blättern der Gewächse aufhalten. Einige verwandelnsich auch in lockeren Gespinsten zwischen den Blättern selbst, und überwintern zuweilenim Puppenstand.in der Erde. Als Larven oder Afterraupen zerstören sie das junge Laub,die Blüthen und ganzen Triebe, und legen den Grund zu Misgewächfen.

Ihre Familien theilen sich nach dem mannichfaltigen Bau der Fühlhörner ab,deren einige an der Spitze kolbenförmig, andere fadenförmig oder drathförmig mit 7 bis 8Gelenken, andere borstenförmig, kammartig, gegliedert, und ungegliedert sind. Manhakte längstens schon die erste Familie mit den an der Spitze kolbenförmigen Fühl«Hörnern als eigene Gattung ansetzen sollen. Allein erst seit einiger Zeit hat der Pro«fesior I urine zu Genf einige neue Gattungen eingeführt, deren bey den einzelnen Artengedacht werden soll.

Die eigentlichen Kennzeichen nach Fabricius sind: Die' vier Freß«spitzen sind fadenförmig, die Lippe dreytheilig, und die Fühlhörner theils kolben., theilsfadenförmig. Die äußern Kennzeichen derselben sind: der Leib ist länglich rund,fast cylindrisch, ungerändert und träg; der Kopf ist groß, hervorgestreckt, ins Breiteetwas eyrund; die Augen kugelig, hervorragend und an den Seiten stehend; die kurzenFühlhörner stehen an der Stirne nahe beysammen, woran die z Nebenaugen stehen;der Halsschi'ld ist eyrund, höckerig und ohne Schildchen; der Hinterleib hängt ohne Stielan, ist cylindrisch, mit einem zurückziehbaren Stachel, der gezahnt ist, versehen; von

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